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WELTGIPFEL: In Johannesburg wird Bilanz gezogen

Zehn Jahre nach dem ersten Erdgipfel in Rio steigen die Emissionen von Treibhausgasen trotz aller Vorgaben weiter an. Angesichts des Klimawandels muss der Ausstoß dringend reduziert werden.

In Johannesburg ziehen die Delegierten zehn Jahre nach dem ersten Erdgipfel in Rio de Janeiro Bilanz. Nahezu kein Staat erfüllt heute die Vorgaben des damaligen Klimaschutzabkommens oder des späteren Kioto-Protokolls. Seit Rio steigen die Emissionen weiter an. Die noch nicht überstandene Jahrhundertflut in Deutschland sowie die riesigen Überschwemmungen in Asien und verheerende Orkane in anderen Teilen der Welt machen die Beteiligten jetzt erst wieder auf die Notwendigkeit aufmerksam, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

»Der Klimawandel findet heute statt, und zwar massiv«

Der Direktor des UN-Umweltprogramms Klaus Töpfer antwortete auf die Frage, ob die Überschwemmungen in Europa das Ergebnis eines Klimawandels sind, die Häufigkeit und die Heftigkeit von Naturkatastrophen nehme deutlich zu. »Der Klimawandel ist keine Prognose für die Zukunft, er findet heute statt, und zwar massiv.« Darauf, ob der Wandel rückgängig zu machen ist, sagte Töpfer: Wir könnten nur das Ausmaß des Wandels aufhalten. Dabei geht es nicht nur um die Verringerung des Schadstoffausstoßes wie der Kohlendioxidemissionen, sondern auch um Maßnahmen wie Aufforstungen, die Wiederherstellung von Feuchtgebieten oder Deregulierung von Flußläufen.

Wälder wichtig

Wälder spielen eine wesentliche Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Sie binden Kohlendioxid und tragen dadurch entscheidend zur Verminderung des Treibhauseffektes bei.

Jeder muss einen Beitrag leisten

Der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Wolfgang von Geldern: »Um den Klimawandel und die Zunahme von Naturkatastrophen aufzuhalten, muß jeder einen Beitrag leisten, Privatpersonen und Firmen. Sowie der Optikunternehmer Günther Fielmann, der in den letzten 20 Jahren mehr als 500.000 Bäume pflanzte.« Diese halbe Million Bäume wird in drei Generationen an einem Sonnentag den Kohlendioxid-Ausstoß von 1,2 Millionen Einfamilienhäusern ausgleichen - das entspricht einer Weltmetropole wie Hamburg. Von Geldern: »Fielmann zeigt, daß jeder Baum ein wichtiger Schritt gegen den Klimawandel, gegen weitere Naturkatastrophen und in eine sichere Zukunft ist.«