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"Klima vor acht" Nach Brief an ARD: RTL übernimmt Konzept der Initiative "Klima vor acht" und startet mit eigenem Format

Schauspieler Marcus Mittermeier setzt sich für die Initiative "Klima vor Acht" ein
Sehen Sie im Video: Schauspieler Marcus Mittermeier setzt sich für die Initiative  "Klima vor Acht" ein.
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Mehr Klimaberichterstattung im Fernsehen – dafür setzt sich die Initiative "Klima vor acht" ein. Vergangene Woche veröffentlichte sie dazu einen offenen Brief an die ARD. Jetzt hat sich ein anderer Interessent gemeldet: RTL möchte zusammen mit der Initiative ein eigenes Klimaformat entwickeln.

Nachdem die Initiative "Klima vor acht" in einem Brief an ARD-Intendanten Tom Buhrow letzte Woche ein Format zum Thema Klimawandel zur Primetime forderte, hat sich nun ein Interessent für das Konzept gemeldet: Am Montag kündigte der private Fernsehsender RTL an, gemeinsam mit der Initiative an einem Konzept zu arbeiten. Die erste Folge soll bereits zum internationalen "Earth Day" am 22. April ausgestrahlt werden.

Der Klimawandel sei eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit, sagte der Geschäftsführer von RTL News, Stephan Schmitter: "Seit 2019 verschaffen wir bereits im Rahmen unserer Nachhaltigkeitswochen dem Thema Klima und Umwelt umfassend und regelmäßig Gehör. Aber leider tickt die Uhr immer schneller und deswegen müssen wir noch mehr tun." Die Bedrohung müsse daher noch stärker ins Bewusstsein gerückt und vor allem darüber informiert und aufgeklärt werden. Außerdem könnten so Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft präsentiert werden.

Kooperation noch in Planung

Die Initiative zeigte sich über die geplante Kooperation erfreut und begrüßt die Zusammenarbeit. "Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch mit RTL! Unser Verein Klima vor acht e.V. ist angetreten, die Klimaberichterstattung im deutschen Fernsehen zu verbessern und damit möglichst viele Menschen zu erreichen", sagt der erste Vorsitzende der Initiative, Michael Flammer. Dass nun der erste Fernsehsender dem Aufruf folgt, sei ein Erfolg. Pressesprecherin und Mitinitiatorin, Friederike Mayer, bezeichnete die Entscheidung als "schöne Entwicklung". "RTL hat offenbar die Zeichen der Zeit erkannt", sagte sie.

Für die Initiative kam die RTL-Anfrage überraschend. Wie die Kooperation künftig genau aussehen soll, werde derzeit noch besprochen, teilten RTL und "Klima vor acht" auf stern-Anfrage mit. Geplant sei ein Austausch zur Entwicklung des RTL-Formats. Die sechs Episoden, die die Initiative derzeit selbst produziert, sollen nach aktuellem Stand nicht von RTL übernommen werden.

Antwort von ARD steht noch aus

Am Ziel sieht sich die Initiative "Klima vor acht" aber noch lange nicht. "Unser Ziel ist weiterhin, die öffentlich-rechtlichen Sender von einem Format wie KLIMA° vor acht zu überzeugen", sagt Mayer. Auch eine Antwort von der ARD auf den offenen Brief stehe noch aus. Allerdings freue man sich über jeden privaten Sender, der das Konzept aufgreift.

Die Initiative "Klima vor acht" setzt sich dafür ein, dass Klimaberichterstattung stärker in den medialen Fokus rückt. Dafür hat der ehrenamtliche Verein, angelehnt an die ARD-Formate "Börse vor acht" und "Wetter vor acht", ein eigenes Format zum Thema Klimawandel entwickelt und der ARD in einem offenen Brief präsentiert.

cl

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