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Glück im Unglück Zehnjähriger stürzt aus Baumhaus direkt in einen Fleischspieß – und überlebt

Röntgenaufnahme eines Schädels, in dem ein Fleischspiel steckt
Ein Röntgenbild des Medical News Network zeigt den Fleischspieß, der sich bei dem zehnjährigen Xavier in den Schädel gebohrt hat. 
© Medical News Network / DPA
Ein zehnjähriger Junge aus den USA spielte am Samstag in einem Baumhaus, als er plötzlich von Wespen verfolgt wurde. Er versuchte zu fliehen, stürzte aus dem Baumhaus direkt in einen Fleischspieß. Der Junge überlebt den Unfall. 

Wie durch ein Wunder überlebte ein zehnjähriger Junge aus dem Bundesstaat Missouri in den USA einen schmerzhaften Sturz. Xavier spielte am Samstagnachmittag mit seinen Freunden in einem Baumhaus, als er von Wespen attackiert wurde. Er flüchtet vor den Insekten, stürzt aus dem Baumhaus und fällt mit seinem Gesicht direkt in einen 13 bis 15 Zentimeter langen Spieß. Diesen hatten die Kinder zuvor unterhalb ihres Spielorts senkrecht in den Boden gesteckt.

Er fiel zu Boden, fing an zu schreien und seine Mutter eilte zu ihm. Dort sah sie den Fleischspieß, der sich einmal quer durch Xaviers Schädel bohrte. Der Spieß drang in die linke Wange ein, unterhalb seines Auges und schob sich einmal quer durch den Kopf. Am Hinterkopf trat die Spitze wieder aus. Die Mutter versuchte Xavier zu beruhigen. Auf dem Weg zum Krankenhaus sagte er zu ihr "Ich sterbe, Mama". 

Xavier wurde am Folgetag operiert

Bemerkenswerter Weise konnte Xavier trotz des Unfalls aufrecht in die Notaufnahme gehen. Bevor das passende Chirurgenteam gefunden wurde, das den Spieß aus dem Schädel des Jungen entfernen konnte, musste er noch zweimal verlegt werden. Da er keine ersthaften Blutungen hatte, beschlossen die Ärzte, ihn am nächsten Morgen zu operieren. Für Xavier hatte das zur Folge, dass er die Nacht mit Spieß im Kopf überstehen musste. Am Sonntag wurde er erfolgreich operiert. Ein Team von 100 Ärzten und Mitarbeitern waren dafür im Einsatz.

Fleischspieß verfehlt Auge und Rückenmark

Der Neurochirurg Koji Eersole berichtet später der Zeitung "Kansas City Star", er habe so etwas noch nie gesehen. Der Mediziner fügt außerdem hinzu, dass der Fleischspieß nur knapp Auge, Gehirn und Rückenmark des Jungen verfehlte. Es sei ein Wunder, dass der Spieß so tief in den Schädel eingedrungen sei und dabei diese Körperregionen nicht verletzt hat. Glücklicherweise habe der Spieß auch keine größeren Blutgefäße beschädigt. Nach der Operation sagte der Arzt, Xavier habe sich sehr tapfer verhalten. 

Xavier soll noch diese Woche aus dem Krankenhaus entlassen werden, bestätigte Xaviers Vater "NBC News": "Er ist wieder der Alte. Er freut sich auf die Kirche, Fußball und die Schule."

Glück im Unglück: Zehnjähriger stürzt aus Baumhaus direkt in einen Fleischspieß – und überlebt
ky

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