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Zeitungsbericht: Bundeswehr-Hochgebirgszug in Mittenwald wird aufgelöst

Der Hochgebirgszug der Bundeswehr in Mittenwald soll einem Zeitungsbericht zufolge aufgrund der jüngst bekannt gewordenen Aufnahmerituale aufgelöst und zum 1. Oktober neu aufgestellt werden.

Der Hochgebirgszug der Bundeswehr in Mittenwald soll einem Zeitungsbericht zufolge aufgrund der jüngst bekannt gewordenen Aufnahmerituale aufgelöst und zum 1. Oktober neu aufgestellt werden. Dies berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf Teilnehmer des Verteidigungsausschusses des Bundestages. Eine entsprechende Entscheidung des scheidenden Heeres-Inspekteurs Hans-Otto Budde sei während der Ausschuss-Sitzung am Mittwoch bekannt gegeben worden. Bei den Gebirgsjägern im bayerischen Mittenwald mussten Soldaten laut Beschwerden bis zum Erbrechen Alkohol trinken und rohe Schweineleber essen.

Als Ergebnis der Ermittlungen haben man sich für einen "personellen Neuanfang" in Mittenwald entschieden, sagte ein Sprecher des Heeres der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Die Maßnahme betrifft sechs Feldwebel und Unteroffiziere und soll im Oktober vollzogen werden. Insgesamt gehören dem Hochgebirgsjägerzug derzeit 24 Soldaten an, zum größten Teil Grundwehrdienstleistende oder freiwillig länger Wehrdienstleistende. Der Sprecher betonte, dass die Ermittlungen noch liefen und weitere Konsequenzen möglich seien. "Wenn erforderlich, werden sofort Maßnahmen ergriffen."

Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Walther Otremba, soll in der Sitzung des Verteidigungsausschusses nach Teilnehmerangaben zudem einen Bericht der Bundesregierung zu den Exzessen zugesagt haben. Eine entsprechende Forderung hatten die Grünen gestellt.

Vor zwei Wochen hatte der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe dem Ausschuss berichtet, dass es in Mittenwald seit Jahrzehnten Aufnahmerituale gibt, zu denen das Essen roher Schweineleber und Alkoholkonsum bis zum Erbrechen gehört. Am Montag hatte er 23 weitere Zuschriften ehemaliger Soldaten über Exzesse auch in anderen Truppenteilen vorgelegt.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) spricht trotzdem weiterhin von Einzelfällen. "Ich verwahre mich dagegen, dass man ein Pauschalurteil über alle Soldaten der Bundeswehr spricht", sagte er am Rande der Sitzung des Verteidigungsausschusses. Der Minister sagte eine Prüfung jedes einzelnen bekannten Falls "mit Nachdruck und mit Vernunft" zu.

Jeder einzelne Fall sei einer zu viel. "Aber wir sprechen gleichzeitig von 250 000 Soldaten, wo der ganz ganz überwältigend große Teil einen erstklassigen Dienst verrichtet", betonte Guttenberg. Der CSU-Politiker versprach eine schnelle Aufklärung der Vorgänge. Wenn Verfehlungen nachgewiesen würden, müssten Konsequenzen gezogen werden.

Der Kommandeur der 10. Panzerdivision und oberste Truppenvorgesetzte der Mittenwalder Einheit, General Erhard Bühler, sagte dem Konstanzer "Südkurier", dem Hochgebirgsjägerzug sei das Ritual in den zurückliegenden zehn Jahren mehrfach verboten worden. Dennoch sei es im Geheimen fortgeführt worden, wie auch aus sichergestellten Tagebüchern hervorgehe.

AFP/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.