Anschlag in Kabul Taliban greifen Militärparade an


Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf eine Militärparade in Kabul ist Afghanistans Präsident Hamid Karsai mit dem Schrecken davongekommen. Drei Angreifer kamen ums Leben, während unter den Zuschauern mindestens ein Mensch getötet wurde.

Elf Personen wurden verletzt, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Karsai und weitere Mitglieder der Regierung auf der Ehrentribüne seien bei der Schießerei am Rande der Zeremonie nicht jedoch zu Schaden gekommen. "Karsai ist in Sicherheit", sagte ein Sprecher des Präsidenten.

Leibwächter hatten Karsai nach Medienberichten unmittelbar nach Ausbruch der Schießerei abgeschirmt und von der Ehrentribübe in Sicherheit gebracht. Nach unbestätigten Angaben sollen unter den Verletzten jedoch zwei Abgeordnete des Parlaments sein. Ob der Anschlag gezielt Präsident Karsai gegolten habe, war zunächst unklar.

Die Taliban bekannten sich telefonisch zu dem Angriff. Sechs Aufständische hätten die Parade mit automatischen Waffen und Granatwerfern angegriffen, sagte ein Taliban-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur dpa. Drei Kämpfer seien dabei ums Leben gekommen. Die übrigen drei hätten fliehen können.

Die Militärparade wurde zum 16. Jahrestag des Sturzes des von der Sowjetunion gestützten kommunistischen Regimes in Afghanistan abgehalten.

DPA DPA

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