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Atomstreit: Iran startet nukleare Brennstoffproduktion

Der Iran hat mit der Anreicherung von kleinen Mengen Urangas begonnen und inzwischen mehr als 1.300 Zentrifugen in Betrieb genommen, die für diesen Prozess benötigt werden. Dies geht aus einem Schreiben eines ranghohen Mitarbeiters der Internationalen Atomenergiebehörde hervor.

Entgegen den Forderungen der Vereinten Nationen (UN) im Atomstreit hat der Iran in einer Uran-Anreicherungsanlage laut einem UN-Bericht die nukleare Brennstoffproduktion gestartet. Wie aus dem vertraulichen Schreiben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA hervorgeht, sind bereits mehr als 1300 Gaszentrifugen in der unterirdischen Anlage in Natans in Betrieb genommen worden. Damit wolle Iran die Basis für eine Produktion auf industriellem Niveau legen, hieß es weiter.

Sanktionen im März verschärft

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte Anfang des Monats verkündet, sein Land sei in der Lage, Uran im industriellen Ausmaß anzureichern. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Führung in Teheran daraufhin umgehend auf, sich an die UN-Resolutionen zu halten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen fordert vom Iran, die Uran-Anreicherung zu stoppen, die auch zum Bau von Atomwaffen genutzt werden kann. Erst Ende März hatte das Gremium seine Sanktionen gegen die Islamische Republik verschärft, die im Verdacht steht, unter dem Deckmantel eines Kernenergieprogramms an Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran hat westliche Vorwürfe indes stets zurückgewiesen, mit seinem Atomprogramm nach Massenvernichtungswaffen zu streben.

Reuters/AP / AP / Reuters
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