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Atomwaffen: Nordkorea baut nach eigenen Angaben Atombombe

Nordkorea hat nach eigenen Angaben 8000 abgebrannte Atombrennstäbe wiederaufbereitet, mit denen sich Plutonium zur Kernwaffenherstellung gewinnen lässt.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben rund 8.000 abgebrannten Brennstäbe wieder aufgearbeitet und setzt das daraus gewonnene Plutonium ein, um Atombomben zu bauen. Das meldete die amtliche Pjöngjanger Nachrichtenagentur KCNA unter Berufung auf das nordkoreanische Außenministerium am Donnerstag.

"Der (Norden) hat die Wiederaufarbeitung von rund 8.000 Brennstäben erfolgreich abgeschlossen", zitierte KCNA einen Außenministeriumssprecher. In der Erklärung wurde den USA vorgeworfen, eine "feindselige Politik" gegen Nordkorea zu betreiben, die eine Änderung in der Nutzung von Plutonium aus abgebrannten Brennstäben in Richtung einer atomaren Abschreckung zur Folge habe. Die Wiederaufarbeitung werde fortgesetzt.

Anfang der Woche hatte Nordkorea erklärt, "praktische Maßnahmen" zum Vorantreiben seines Atomprogramms ergriffen zu haben. Ziel sei die Abschreckung einer US-Invasion. Amerikanische Experten vermuteten schon bis dahin, dass Pjöngjang drei bis sechs Atomwaffen besitzen könnte. Der US-Geheimdienst geht von ein oder zwei Atomwaffen aus. Die Experten stimmen darin überein, dass sich das kommunistische Land mit dem Besitz von Atomwaffen eine bessere Verhandlungsposition verschafft. Nordkorea will sein Atomwaffenprogramm nur dann aufgeben, wenn die USA einen Nichtangriffspakt unterzeichnen, Wirtschaftshilfe leisten und diplomatische Beziehungen aufnehmen.