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Aufstand in Libyen: Zentrales Regierungsgebäude in Flammen

Die Proteste in Libyen gehen auch am Montag unvermittelt weiter. Am Morgen sollen Gaddafi-Gegner ein zentrales Gebäude der Regierung angezündet haben.

Die Unruhen in Libyen haben am Montag eine neue Stufe erreicht. In der Hauptstadt Tripolis stand einem Reuters-Reporter zufolge ein zentrales Regierungsgebäude in Flammen. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

Am Montagmorgen bot sich in Tripolis ein Bild der Verwüstung. In der Innenstadt standen ausgebrannte Autos. Das Gebäude des Volkskongresses war in der Nacht von Aufständischen niedergebrannt worden. Nach Angaben von Einwohnern der Stadt waren bis etwa 4.00 Uhr Schüsse zu hören gewesen - auch in der Nähe des Gebäudes des staatlichen Fernsehens, das geplündert worden sein soll.

Bis zum Morgen hingen Tränengasschwaden in der Luft. Der Flughafen Tripolis war am Montag noch geöffnet. Dem Vernehmen nach bereiteten sich zahlreiche Ausländer auf die Ausreise vor. Westliche Firmen sind vor allem im libyschen Energiesektor sowie im Baugeschäft tätig. Auch etwa 500 Deutsche leben in dem nordafrikanischen Land.

Nach bislang unbestätigten Berichten sollen einige kriminelle Banden das Machtvakuum im Osten des Landes bereits für Plünderungen ausgenutzt haben. Die Aufständischen, die am vergangenen Mittwoch mit ihren Demonstrationen gegen die Staatsführungen begonnen hatten, sollen einige Städte schon mehr oder weniger unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Reuters/DPA / DPA / Reuters