Beamtengehälter sollen gekürzt werden Öffentlicher Dienst in Spanien streikt für 24 Stunden


In Spanien hat in der Nacht zum Dienstag ein Streik im öffentlichen Dienst begonnen. Mit dem 24-stündigen Ausstand protestieren die Gewerkschaften gegen die Sparpläne der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero.

In Spanien hat in der Nacht zum Dienstag ein Streik im öffentlichen Dienst begonnen. Mit dem 24-stündigen Ausstand protestieren die Gewerkschaften gegen die Sparpläne der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero. Im Kampf gegen die Schuldenkrise hat diese beschlossen, die Beamtengehälter von Juni an um durchschnittlich fünf Prozent zu kürzen und im nächsten Jahr einzufrieren. Damit sollen bis 2011 rund 4,5 Milliarden Euro eingespart werden.

Bestreikt werden unter anderem die Verwaltung, die Schulen, die Krankenhäuser, die Post sowie die Flughäfen. Die Fluglotsen sind davon jedoch ausgenommen. Auch die Polizei streikt nicht. Um Engpässe zu vermeiden, verfügte die Regierung in allen Bereichen Mindestdienste, die eingehalten werden müssen. Spaniens große Gewerkschaften CCOO und UGT riefen die rund 2,7 Millionen Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes auf, den Ausstand massiv zu befolgen. Zudem sind in mehreren Städten Demonstrationen geplant.

Spanien will in diesem und im nächsten Jahr zusätzlich 15 Milliarden Euro sparen. Das Land will damit seine enorme Neuverschuldung von zuletzt 11,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2013 auf den zulässigen Höchstwert von 3,0 Prozent drücken. Aus Protest gegen die Einschnitte und eine geplante Reform des Arbeitsmarktes drohen die spanischen Gewerkschaften außerdem mit einem Generalstreik.

DPA DPA

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