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Belarus Lukaschenko wirft Opposition Umsturzversuch vor – und entwirft Weltkriegs-Szenarien

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Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat zum Jahrestag seiner umstrittenen Wiederwahl erneut jegliche Manipulationsvorwürfe zurückgewiesen: "In Anbetracht des heutigen 9. August und in Erwartung des Interesses der Journalisten möchte ich Sie alle daran erinnern, dass wir uns auf die Wahl vorbereitet haben und die Wahl in voller Öffentlichkeit und Demokratisierung des politischen Lebens durchgeführt haben. Der einzige Unterschied besteht darin, dass einige Leute sich auf eine faire Wahl vorbereiteten, während andere dazu aufriefen, die Autorität zu zerstören, einen Staatsstreich zu verüben." Auch einer engeren militärischen Unterstützung durch Russland steht Lukaschenko offen gegenüber: "Bei Bedarf wird es nicht nur eine Militärbasis geben, sondern es werden die gesamten Streitkräfte der Russischen Föderation hier stationiert. Sie fragen mich, in welchem Fall? Falls die Gefahr besteht, einen neuen Weltkrieg auszulösen. […] Ich wäre daran interessiert, dass einige ernstzunehmende russische Raketenwerfer hier stationiert werden. Aber sie können nicht direkt in den Kriegsschauplatz, direkt in den Hinterhof der NATO gebracht werden, weil sie von den meisten normalen Waffen beschossen werden würden." Die Sicherheitsbehörden in Belarus waren Monate lang hart gegen Demonstranten vorgegangen. Die Europäische Union (EU) hat deswegen Sanktionen verhängt. Nach Angaben der Opposition befinden sich mehr als 600 politische Gefangene in Haft. Die Proteste sind inzwischen abgeflaut. Die Bundesregierung bekräftigte die Forderung nach einem sofortigen Ende der Repressionen, der Aufnahme eines offenen Dialogs und nach freien und fairen Wahlen.
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Aus Anlass des Jahrestages seiner Wiederwahl hat der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko alle Vorwürfe einer Wahlmanipulation erneut zurückgewiesen. Zudem brachte er die Stationierung russischer Streitkräfte in seinem Land ins Spiel.


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