Die USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück. Die Nato erhöht die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer Abwehrsysteme. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- USA und Israel greifen weiter den Iran an.
- Irans getöteter Oberster Führer Ali Chamenei sollte eigentlich Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- Israel kündigt die nächste Phase des Krieges an und warnt Bürger vor Streumunition
- Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“
- Iran greift kurdische Stellungen im Irak an
- Wadephul warnt vor neuer Flüchtlingswelle durch Irankrieg
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Thomas Krause
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stellt eine weitere Intensivierung der Angriffe seines Landes gegen dessen Gegner in Aussicht. Für das militärische Vorgehen brauche es vor allem drei Dinge: „erstens Entschlossenheit, zweitens Initiative und drittens List“, sagte Netanjahu. Davon habe Israel „reichlich“, und der Feind habe dies bereits festgestellt.
Dieser werde diese Fähigkeiten „noch viel stärker“ zu spüren bekommen, sagt der Regierungschef weiter. Israel sei zudem auf dem Weg, alle seine Missionen zu vollenden.
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Thomas Krause
EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprechen Anfang nächster Woche per Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen Osten und der Golfregion. Bei dem Austausch soll es unter anderem um die weitere Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten für die Länder in der Region gehen, erklärt eine Sprecherin von Costa. Zudem soll über „Wege zur Beendigung“ des Iran-Kriegs gesprochen werden.
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Thomas Krause
Die israelischen Behörden warnen ihre Bürger vor der Gefahr durch iranische Streubomben und veröffentlichen einen Aufruf, in dem einer ihrer Bombenentschärfungstechniker die Gefahren von Streubomben erläutert. Israel sei im aktuellen Krieg einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt, „seien Drohnen oder Raketen“, sagt der Experte. Eine dieser Bedrohungen sei „etwas weniger bekannt“, nämlich die „Gefahr von Streumunition“.
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Thomas Krause
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bezeichnet den Iran-Krieg als „schweren Fehler“. „Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist, zu helfen, wenn man recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist“, sagt Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Kollegen Luís Montenegro im südspanischen Huelva. Dieser Fehler werde „uns alle“ teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch steigende Energiepreise, warnt Sánchez.
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Thomas Krause
Die Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus der Region rund um den Iran ab. Aufgrund der Sicherheitslage würden Soldaten im Rahmen des Unifil-Einsatzes im Libanon abgezogen, sagt ein Sprecher der Bundeswehr. In Erbil im Irak war die Zahl der Soldaten bereits deutlich reduziert worden. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge sind Soldaten aus Bahrain bereits abgezogen worden, in Kuwait werde dies vorbereitet. Zudem seien Soldaten und Botschaftsmitarbeiter von Bagdad nach Jordanien gebracht worden. Dazu äußert sich der Bundeswehr-Sprecher nicht. In der gesamten Region waren zuletzt etwa 500 Bundeswehrsoldaten stationiert, im Wesentlichen im Irak und Jordanien.
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Thomas Krause
Im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben bereits 217 Menschen getötet worden. 798 Menschen wurden bisher verletzt, teilt das Gesundheitsministerium in Beirut mit.
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Thomas Krause
Die USA bringen nach Angaben von Präsident Donald Trump Tausende Menschen aus verschiedenen Ländern im Nahen Osten in Sicherheit. Dies geschehe angesichts des militärischen Konfliktes zwischen den USA, Israel und dem Iran „leise, aber reibungslos“, erklärt Trump in einem Beitrag in sozialen Medien. Weitere Einzelheiten nennt er nicht.
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Thomas Krause
Bericht: USA wohl für Angriff auf Schule verantwortlich
Die USA sind laut einem Medienbericht wahrscheinlich für den Angriff auf eine Schule im Iran mit womöglich mehr als 150 Toten verantwortlich. Die „New York Times“ berichtet, dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk drängt auf eine rasche Untersuchung.
Nach Angaben der „New York Times“ wurde die Mädchenschule in Minab im Süden des Iran getroffen, während die US-Streitkräfte Ende Februar einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden angriffen. Der iranische Präsident Masud Peseschkian hatte die USA und Israel beschuldigt, die Grundschule mit Raketen angegriffen zu haben. Teheran spricht von einem „Kriegsverbrechen“.
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Thomas Krause
Der in der Golfregion eingesetzte US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ ist nach US-Angaben nicht von einer iranischen Drohne getroffen worden. „Die Berichte stimmen nicht“, erklärt ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums mit Blick auf entsprechende Meldungen des iranischen Staatsfernsehens vom Donnerstag. Die iranischen Revolutionsgarden hatten dem Staatsfernsehen zufolge das US-Kriegsschiff mit Drohnen getroffen.
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Thomas Krause
Im Süden des Irak haben Drohnen nach Angaben eines Sicherheitsbeamten den Flughafen der Stadt Basra sowie zwei Öleinrichtungen getroffen. „Eine Drohne stürzte auf das Frachtterminal des Flughafens von Basra“, sagt der Beamte. Zwei weitere Drohnen hätten ein US-Unternehmen im Ölkomplex von Burdschesia getroffen sowie eine vierte Drohne das Ölfeld in Rumaila, wo das britische Energieunternehmen BP tätig ist.
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Thomas Krause
Wadephul warnt vor Fluchtbewegung Richtung Europa
Außenminister Johann Wadephul warnt angesichts der regionalen Folgen des Iran-Kriegs vor einer neuen Fluchtbewegung Richtung Europa. „Die Situation, die durch den Krieg entsteht, ist teilweise dramatisch“, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem niederländischen Kollegen Tom Berendsen in Berlin. „Deshalb müssen wir auch darauf achten, dass aus vielen Binnenvertriebenen nicht eine neue Fluchtwelle entsteht.“
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Stefan Düsterhöft

Planen die USA einen erneuten Schlag gegen die unterirdischen Nuklearanlagen des Iran? Sicherheitsexperte Christian Mölling warnt im stern-Podcast „Die Lage – International“ vor zu vorschnellen Schlussfolgerungen. „Dass die Amerikaner bunkerbrechende Waffen bestellt haben, bedeutet ja auch nicht, dass sie sofort da sind. Es kann einfach heißen, dass sie im Arsenal eine Lücke haben und schon mal nachbestellen“, sagt er. Mehr hier:
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Thomas Krause
Inmitten stetiger Angriffe Israels betont die Hisbollah im Libanon erneut ihre Kampfbereitschaft. „Wir werden die Waffen nicht niederlegen und das Schlachtfeld nicht verlassen“, heißt es in einer jüngsten Erklärung. „Unser Gelöbnis gilt dem reinen Blut des Märtyrers Imam Ali Chamenei“, erklärt die Schiitenorganisation.
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Thomas Krause
Iranische Polizisten sind nach den Worten ihres Chefs Ahmad Radan angewiesen, auf mutmaßliche „Plünderer“ zu schießen. „Da wir uns in einer Kriegssituation befinden, habe ich den Befehl erteilt, auf potenzielle Diebe zu schießen“, sagt Radan im iranischen Staatsfernsehen. Er fügte hinzu, dass jeder Dieb „schnell neutralisiert“ werde.
Zudem sagt er, die Behörden hätten Maßnahmen ergriffen, um die Ordnung im Internet aufrechtzuerhalten. Radan begründet dies mit angeblicher „Hetze“ durch „eine Gruppe bezahlter Agenten“ gegen „die Einheit“ des Landes.
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DPA · AFP · Reuters
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