VG-Wort Pixel

"Keine verdammte Panik" Heimliche Aufnahme: So denkt Boris Johnson wirklich über den Brexit


Boris Johnson wurde heimlich aufgezeichnet, als er über politische Themen und seine persönlichen Ansichten plauderte - mal wieder. Was er über Trump und den Brexit denkt.

Erneut bringt ein an die Öffentlichkeit gelangter Tonmitschnitt Boris Johnson in Bedrängnis. Dieses Mal ist der britische Außenminister - und Befürworter des Brexit - zu hören, wie er in einem privaten Gespräch mit 20 konservativen Mitgliedern seiner Partei einen Zusammenbruch (engl. meltdown) bei den Verhandlungen zum EU-Austritt Großbritanniens befürchtet. "Sie müssen jetzt damit rechnen, dass es einen Zusammenbruch geben könnte, okay? Ich will nicht, dass irgendjemand deswegen in Panik ausbricht. Zum Wohle der Öffentlichkeit, keine verdammte Panik. Am Ende wird alles gut werden", sagt Johnson auf der Aufnahme, die "Buzzfeed" zugespielt wurde. Kommen werde der Brexit in jedem Fall, so Johnson weiter. "Das Risiko ist, dass es nicht der ist, den wir uns wünschen." Möglicherweise finde sich Großbritannien weiterhin "im Orbit der EU" wieder. 

Die Audio-Datei wurde offenbar heimlich mitgeschnitten, während Johnson in vermeintlich kleinen Kreis über seine Ansichten plauderte. Voll des Lobes zeigt sich der umstrittene Außenminister für den US-Präsidenten Donald Trump. "Stellt Euch vor, wenn Trump den Brexit durchziehen würde", sagte Johnson. "Es gäbe alle möglichen Formen des Zusammenbruchs und des Chaos. Alle würden denken, er sei durchgedreht. Aber tatsächlich kommst du damit irgendwohin. Es ist ein sehr, sehr guter Gedanke." Je mehr Trump beobachte, desto mehr sei er davon überzeugt, dass "hinter dem Wahnsinn Methode" stecke.

Boris Johnson: Nicht der erste Audio-Mitschnitt

Es ist nicht das erste Mal, dass für Johnson peinliche Audio-Mitschnitte an die Öffentlichkeit gelangen. Erst vor wenigen Wochen war er auf einen Komiker hereingefallen, des sich als armenischer Regierungschef ausgab - und fast 20 Minuten mit Johnson telefonierte. Auf der anschließend im Netz verbreiteten Datei sprach der Außenminister unter anderem über das Giftattentat auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und die britische Russland-Politik.

fin

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker