Condoleezza Rice Iran "größte Gefahr für Nahen Osten"


Der Vorfall im Persischen Golf, bei dem ein US-Marineschiff durch iranische Boote der Revolutionsgarden "extrem bedroht" wurden, bestätigen die USA in ihren Vorbehalten gegen den Iran: Dieser bedrohe laut Condoleezza Rice die Sicherheit im Nahen Osten.

Einen Tag vor Beginn ihrer Nahost-Reise hat US-Außenministerin Condoleezza Rice den Iran als die größte Gefahr für die Region bezeichnet. Zugleich rief Rice in einem Interview der "Jerusalem Post" die iranische Führung auf, alle Provokationen wie zuletzt bei der Bedrohung eines amerikanischen Marineschiffes im Persischen Golf zu unterlassen.

Die USA werden nach den Worten von Rice ihre Interessen und die ihrer Verbündeten in der Region verteidigen. Dies betreffe sowohl die Sicherheit und Verteidigung Israels als auch die der arabischen Golfstaaten. "Die USA nehmen ihre Verpflichtungen und ihre Verantwortung sehr, sehr ernst", sagte sie.

Rice warf der Führung in Teheran vor, den Terrorismus im Libanon und in den Palästinensergebieten zu unterstützen und schwache Demokratien zu destabilisieren. "Die Welt macht einen großen Fehler, wenn sie glaubt, dass der Iran keine Gefahr darstellt", sagte Rice. Auch US-Verteidigungsminister Robert Gates hat die Bedrohung amerikanischer Schiffe durch iranische Militärboote in der Meerenge von Hormus kritisiert. "Dies ist eine sehr unbeständige Region, und die Gefahr, dass ein solcher Vorfall eskaliert, ist real", sagte Gates. "Es ist eine Mahnung an uns, dass die Regierung in Teheran unberechenbar ist."

Iranische Schnellboote hatten US-Schiffe umzingelt

Iranische Militärboote hatten dem Weißen Haus zufolge am Wochenende beinahe einen Schusswechsel mit US-Schiffen provoziert. Fünf Schnellboote der iranischen Revolutionswächter sollen in der Straße von Hormus drei Schiffe der US-Marine umzingelt und per Funk aggressiv bedroht haben. Während die US-Regierung von einem "ernsten Zwischenfall" sprach und dem Iran "verantwortungslose und potenziell feindliche" Handlungen unterstellte, bezeichnete das iranische Außenministerium die Konfrontation als "gewöhnlichen und natürlichen" Vorgang.

Reuters/DPA DPA Reuters

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