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Ehemalige First Lady der USA Michelle Obama wirft Trump "vorsätzliches Missmanagement" im Kampf gegen Corona vor

Donald Trump spricht bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.
Sehen Sie im Video: Donald Trump reagiert auf die Kritik von seinem Vorgänger Barack Obama.






Donald Trump: "Der Grund, warum ich hier bin, sind Obama und Biden. Hätten sie einen guten Job gemacht, wäre ich nicht hier."  


Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat beim Parteitag der Demokraten in außergewöhnlich scharfen Worten seinen Nachfolger Donald Trump kritisiert. 


Der Demokrat sagt unter anderem, er habe gehofft, dass Trump etwas Interesse daran zeigen würde, seinen Job ernst zu nehmen. 


Bei einer Pressekonferenz reagiert Trump auf vorab publizierte Auszüge der Rede seines Vorgängers. 


"Wenn ich das höre und ich dann das von ihm hinterlassene Grauen und die Dummheit seiner Abkommen sehe – und das vergleiche mit dem, was wir leisten: Wir haben unsere großartige Grenzmauer. Wir haben Sicherheit." 


"Wenn ich sehe, was wir haben, und darüber nachdenke, wie schlimm und ineffektiv er als Präsident war – so ineffektiv. So schrecklich." 


Trump lobt die boomende Wirtschaft vor der Coronavirus-Pandemie und behauptet, die USA seien schon wieder auf Wachstumskurs. 


Dabei steckt das Land noch mitten in zwei Krisen: einer gesundheitlichen und einer ökonomischen.  


"Präsident Obama hat keinen guten Job gemacht. Der Grund, warum ich hier bin, sind Obama und Biden. Hätten sie einen guten Job gemacht, wäre ich nicht hier. Und wahrscheinlich, wenn sie einen guten Job gemacht hätten, hätte ich nicht mal kandidiert. Ich wäre sehr glücklich gewesen. Ich habe mein früheres Leben genossen. Doch sie haben so einen schlechten Job gemacht, dass ich vor Ihnen als Präsident stehe." 
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"Chaos" und "Missmanagement": Michelle Obama, ehemalige First Lady der USA, hat Präsident Donald Trump im Kampf gegen das Coronavirus schweres Versagen vorgeworfen. 

Knapp einen Monat vor der US-Wahl hat Michelle Obama Präsident Donald Trump Versagen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie vorgeworfen. Alle Amerikaner spürten die Konsequenzen der Tatsache, dass der Präsident die Pandemie nicht ernst genommen habe und immer noch keinen schlüssigen Plan zu deren Bekämpfung habe, sagte die Gattin von Trumps Vorgänger Barack Obama in einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft

Michelle Obama: "Chaos" durch Donald Trump

"Im Moment herrscht in unserem Land wegen eines Präsidenten, der seinem Job nicht gewachsen ist, Chaos", sagte Obama. Andere Länder hätten die Pandemie unter Kontrolle bekommen. "Sie wurden vom gleichen Virus getroffen wie wir. Sie hatten die gleichen Mittel wie wir. Aber womit sie nicht fertig werden mussten, war dieser Präsident", sagte Obama. Sie rief daher zur Wahl des Demokraten Joe Biden auf. Barack Obamas früherer Vizepräsident tritt bei der Wahl am 3. November gegen den Republikaner Trump an. 

Der Präsident belüge die Amerikaner und spiele die Bedrohung der Pandemie weiter herunter, klagte Obama. "Wir können diesem Präsidenten nicht vertrauen, uns die Wahrheit über irgendetwas zu sagen", sagte Obama. Sie warf Trump "vorsätzliches Missmanagement" der Pandemie vor. Inzwischen seien mit mehr als 200.000 Menschen mehr Amerikaner nach einer Corona-Infektion gestorben als in den Kriegen im Irak, in Afghanistan, in Vietnam und Korea zusammengenommen. "Nehmen Sie all diese heldenhaft geopferten Leben und verdoppeln sie die Zahl. Das ist in etwa das Ausmaß dieser Tragödie", sagte Obama.

fs DPA

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