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Dominique Strauss-Kahn beim IWF Zehn-Minuten-Rede an der alten Wirkungsstätte


Dominique Strauss-Kahn ist erstmals seit seiner Verhaftung im Mai beim Weltwährungsfonds vorstellig geworden. In einer emotionalen Rede entschuldigte er sich für den Wirbel, den das Strafverfahren gegen ihn hervorgerufen hat.

Der Ex-Chef des Weltwährungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, hat nach der Einstellung seines Strafverfahrens wegen versuchter Vergewaltigung seinen ehemaligen Arbeitsplatz besucht. In einer zehnminütigen Rede vor seinen ehemaligen Mitarbeitern habe er sich am Montag (Ortszeit) für die Auswirkungen des Wirbels für die Finanzinstitution entschuldigt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Seine Zeit an der Spitze des Fonds sei mit die dankbarste seiner Karriere gewesen.

Der brasilianische Vertreter im Exekutivrat des IWF, Paulo Nogueira Batista, nannte den Angaben zufolge die Atmosphäre während des Besuchs "emotional" und "sehr warm". Strauss-Kahn sei mit lange anhaltendem Applaus begrüßt worden. "Er war ein großartiger Geschäftsführender Direktor, und dafür musste er gewürdigt werden."

Offiziell hieß es vom IWF lediglich, Strauss-Kahn sei mit seiner Nachfolgerin Christine Lagarde und früheren Kollegen zusammengetroffen. Es habe sich um "private Treffen" auf Wunsch von Strauss-Kahn gehandelt, hieß es in einer knappen Mitteilung des Fonds weiter.

Strauss-Kahn war nach Vergewaltigungsvorwürfen im Mai von seinem Posten zurückgetreten. Zeitweise saß der französische Politiker auch in Untersuchungshaft. Weil es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Klägerin gab, wurde das Strafverfahren gegen ihn vor einer Woche in New York eingestellt. Eine Zivilklage läuft noch.

jwi/DPA/Reuters DPA Reuters

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