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Leibarzt-Interview Deshalb hat Trump die Haare so schön

Der Figur von Donald Trump im Wachsfigurenkabinett in Madrid werden die Haare gerichtet
Die Frisur sitzt: Der Figur von Donald Trump im Wachsfigurenkabinett in der spanischen Haupstadt Madrid werden die Haare gerichtet
© Gerard Julien/AFP
Donald Trumps langjähriger Arzt Harold Bornstein hat in Interviews mit der "New York Times" enthüllt, was für Medikamente der US-Präsident einnimmt. Demnach sorgt sich Trump offenbar sehr um seine Haarpracht.

Über die Haare von Donald Trump ist schon viel berichtet worden. Erst kürzlich benannte ein Biologe sogar eine neu entdeckte Mottenart nach dem US-Präsidenten, weil ihn die gelb-weißen Schuppen der Neopalpa donaldtrumpi an die Frisur des 70-Jährigen erinnerten. Aber auch für Trump selbst ist seine Haarpracht offenbar ein wichtiges Thema.

Der Präsident nimmt Medikamente gegen drei verschiedene Leiden ein, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Trumps langjährigen Arzt Dr. Harold Bornstein. Darunter eine Prostata-Arznei, mit der Trump die Hoffnung verbindet, sein Haarwachstum zu fördern.

"Er hat all seine Haare, ich habe all meine Haare"

"Die Enthüllung, dass Herr Trump eine Prostata-Arznei verwendet, um das Wachstum seines Kopfhaares zu erhalten - was bislang nicht öffentlich bekannt war - scheint das Rätsel zu lösen, warum Herr Trump ein sehr niedriges Level prostataspezifischer Antigene, oder PSA, aufweist, einem Marker für Prostatakrebs", schreibt die Zeitung. Der Präsident nehme eine geringe Dosis Finasterid, welches die PSA-Werte senke. Das Medikament werde auch unter dem Namen Propecia vermarktet, einem beliebten Mittel zur Bekämpfung von Glatzenbildung bei Männern.

Bornstein habe gesagt, dass er selbst auch Finasterid genommen und die Arznei dabei geholfen habe, seine eigenen schulterlangen Haare und die Haare von Trump zu erhalten. "Er hat all seine Haare, ich habe all meine Haare", zitiert das Blatt den Arzt.

Untersuchungen haben die Wirksamkeit von Finasterid bei Männern bestätigt, doch das Mittel hat seine Schattenseiten. Seine unerwünschten Wirkungen sind mitunter erheblich. So kann die Lust auf Sex nachlassen, und auch die Anzahl der Spermien in der Samenflüssigkeit sinkt. Wird das Mittel abgesetzt, verbessert sich die Samenqualität zwar wieder, dennoch ist die Anwendung des Mittels insbesondere für junge Männer umstritten.

Kein Kontakt mehr, seit Donald Trump im Amt ist

Die "New York Times" führte nach eigenen Angaben im vergangenen Monat vier Telefoninterviews mit Bornstein. Darin habe der Arzt weiter mitgeteilt, dass Trump neben Finasteride auch Antibiotika gegen die entzündliche Hautkrankheit Rosacea und Cholesterinsenker einnehme. Außerdem schlucke der Präsident täglich eine niedrige Dosis Aspirin, um das Risiko eines Herzinfarktes zu verringern. Insgesamt sei Trump bei guter Gesundheit.

Bornstein war seit 1980 Trumps persönlicher Arzt. Seit dieser Präsident geworden sei, habe er jedoch keinen Kontakt mehr zu seinem Patienten gehabt, berichtete der 69-Jährige der "New York Times". Es habe sich auch niemand aus dem Weißen Haus bei ihm gemeldet, um nach Kopien der Gesundheitsakten zu fragen oder mit ihm darüber zu sprechen.

Der Arzt gilt als eine schillernde Figur unter New Yorks Medizinern. Während des Wahlkampfes hatte er Trump in einem umstrittenen Brief attestiert, der Republikaner wäre der "gesündeste Kandidat, der jemals in das Präsidentenamt gewählt werde". Später räumte Bornstein ein, den Brief in nur fünf Minuten geschrieben zu haben, während vor der Praxistür Trump-Vertraute warteten.

mad

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