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Versprecher oder "Fake News"?: Trump erklärt, warum er "Tim Apple" gesagt hat - und widerspricht damit einem Bericht

Es war eher Schmunzler als Aufreger, aber für Donald Trump ist das Thema nicht erledigt. Der US-Präsident will Tim Cook "Tim Apple" genannt haben, weil es schneller ging. Laut einem Bericht hatte er aber abgestritten, das überhaupt gesagt zu haben.

Bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern sitzt Apple-CEO Tim Cook neben Donald Trump

Das Tim-Apple-Rätsel ist gelöst. Zumindest hat sich erstmals Donald Trump dazu geäußert - und erklärt, warum er den Chef des Computer-Konzerns Tim Apple statt Tim Cook genannt hat: Auf Twitter erklärte der US-Präsident: "… lange nachdem ich ihn offiziell vorgestellt habe, habe ich der Einfachheit halber die Bezeichnung Tim/Apple gewählt, um Zeit zu sparen", so Trump, der sich in den Tweet noch über "Fake News" empört, die sich auf das Thema gestürzt hätten, um ihn zu diskreditieren.

"Tim Cook Apple" sehr schnell ausgesprochen

Bei einem Treffen im Weißen Haus hatte der US-Präsident den Apple-Chef bei einem Dankesstatement "Tim Apple" genannt. Der Gemeinte verzog keine Miene, und änderte am nächsten Tag flugs seinen Twitternamen, indem er seinen Nachnamen durch ein Apfelsymbol ersetzte - was wiederum bei vielen Leuten gut ankam.

Die US-Nachrichtenseite "Axios" hatte vor Trmps Statement berichtet, dass der US-Präsident auf einer Spendenveranstaltung der Republikaner den "Versprecher" schlicht bestritten hat. Auf seinem Mar-a-Lago-Anwesen in Florida habe Trump erklärt, dass er "Tim Cook Apple" sehr schnell ausgesprochen habe und Cook so weich, dass man es habe schlecht verstehen können, erzählte einer der Anwesenden "Axios". Die Medien würden "Fake News" daraus machen, so der US-Präsident.

Donald Trump mit ähnlichen Versprechern

Zwei der anwesenden Spender haben dem News-Portal gesagt, dass sie nicht verstünden, warum der Präsident so etwas behaupten würde. Denn der Versprecher sei auf Video festgehalten und niemand habe sich weiter groß darum gekümmert. "Axios" verweist in diesem Zusammenhang auf das "Access Hollywood Tape" auf dem zu hören ist, wie Trump sich damit brüstet, Frauen zwischen die Beine zu greifen. Obwohl er sich für die Äußerungen zunächst entschuldigt hatte, erklärte er die Tonaufnahme später für eine Fälschung.

"Tim Apple" wäre jedenfalls nicht der erste Versprecher dieser Art. Trump hatte unter anderem bereits seinen Nationalen Sicherheitsberater Mike Bolton statt John Bolton genannt, dem Abgeordneten Kevin McCarthy bei einem gemeinsamen Auftritt mit den Worten: "Thank you, Steve" gedankt, und die Chefin des Rüstungskonzerns Lockheed Martin, Marillyn Hewson, als "Marillyn Lockheed" bezeichnet.

Quellen: "Axios.com"

Liebe Leser, dieser Artikel ist heute bereits erschienen - noch ohne das Twitter-Statement von Donald Trump. Da dies im Widerspruch zur ursprünglichen Berichterstattung steht, haben wir ihn aktualisiert.

nik mit DPA