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Neuer Stabschef im Weißen Haus: "Kein guter Mensch, fürchterliche Person" - so dachte Mick Mulvaney einst über Trump

Als Stabschef wird Mick Mulvaney bald zum wichtigsten Mitarbeiter von Donald Trump. Das hätte sich der Republikaner 2016 wohl nicht träumen lassen, als er noch öffentlich kundtat, den Präsidentschaftskandidaten "fürchterlich" zu finden.

Donald Trump und Mick Mulvaney

März 2017: Donald Trump und Mick Mulvaney (l.) bei einer Dekretsunterzeichnung im Oval Office des Weißen Hause

DPA

Ob Mick Mulvaney seine Ansicht mittlerweile geändert hat, ist unbekannt, aber letztlich wohl nicht so wichtig. Denn offenbar kann der neue Stabschef im Weißen Haus trennen zwischen der Person Donald Trump und dem Präsidenten Donald Trump. Bevor der frühere Immobilienmogul 2016 zum US-Staatsoberhaupt gewählt wurde, sagte Mulvaney, damals republikanischer Abgeordneter: "Ich unterstütze Donald Trump trotz der Tatsache, dass ich ihn für einen fürchterlichen Menschen halte". Das geht aus einem Debattenmitschnitt hervor, den die US-Seite "The Daily Beast" ausgegraben hat.

"Donald Trump ist kein guter Mensch"

Laut des Senders NBC äußerte er sich damals ähnlich auch auf Facebook: "Ich denke, was wir während des Wahlkampfs über Donald Trump gelernt haben, ist: Er ist kein guter Mensch. Was er auf der Aufnahme (über Frauen, denen er in den Schritt greife, d.Red.) sagte, ist ekelhaft und unentschuldbar. Ich habe entschieden, Donald Trump als Person teilweise nicht zu mögen, aber ich werde ihn dennoch wählen. Und ich werde andere Menschen darum bitten, es ebenfalls zu tun." Eine Sprecherin der US-Verwaltungs- und Haushaltsbehörde, dessen Chef Mulvaney noch ist, sagte, die Aussagen seien kalter Kaffee. "Herr Mulvaney mag und respektiert den Präsidenten und schätzt es, für ihn zu arbeiten."

Video: Mulvaney wird Trumps neuer Stabschef

Trump hat den erzkonservativen Haushaltsdirektor Mick Mulvaney jüngst zum Übergangsstabschef ernannt. Dieser habe in seiner bisherigen Funktion "herausragende" Arbeit geleistet, so Trump. Mulvaney sprach von einer "riesigen Ehre". Er fügte hinzu: "2019 wird gewaltig." Der 51-Jährige ist bereits der dritte Stabschef im Weißen Haus. Das Amt gilt als Schlüsselfunktion der US-Regierung. Für die von Trump angestrebte Wiederwahl im Jahr 2020 spielt es eine entscheidende Rolle, zumal der republikanische Präsident zunehmend mit der Justiz zu tun hat und die Demokratische Partei ihm das Leben schwer macht. Mehrere Kandidaten hatten bereits dem Präsidenten abgesagt.

Quellen: "The Daily Beast", BBC, NBC

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