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Dschihadisten in Syrien: Kehle durchschneiden als Mutprobe

Wann ist man ein echter Dschihadist? In Syrien soll es ein grausames Einführungsritual für ausländische Kämpfer geben: Die Männer sollen Gefangene in "Schlachthäusern" töten, so der Verfassungsschutz.

Ausländische Kämpfer werden in Syrien nach "Spiegel"-Informationen möglicherweise dazu genötigt, Gefangenen die Kehle durchzuschneiden, um sich als vollwertige Dschihadisten zu beweisen. Darüber habe das Bundesamt für Verfassungsschutz vergangene Woche die 16 Landesämter in Köln informiert, schreibt das Magazin. Einzelne islamistische Gruppen im syrischen Bürgerkrieg hielten die Gefangenen feindlicher Kriegsparteien in sogenannten Schlachthäusern fest. Dorthin sollen wiederholt aus dem Ausland stammende Kampfwillige geführt worden sein, um sie an das Töten zu gewöhnen.

Und wenn die jungen Männer zurückkehren?

Sogar 17- und 18-Jährige seien dazu angehalten worden, den Insassen die Kehle durchzuschneiden. Quellen für diese Informationen nennt der Bericht nicht. Der Inlandsgeheimdienst fürchtet aber, dass auf diese Weise verrohte Jugendliche früher oder später auch nach Deutschland zurückkehren könnten. Rund 300 Islamisten sollen sich bislang von Deutschland aus auf den Weg nach Syrien begeben haben. Zu den wenigsten liegen den Behörden gesicherte Erkenntnisse vor.

anb/DPA / DPA
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