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Einflussreicher Clan Obama macht eine Kennedy zur Botschafterin in Japan


Sie war fünf, als ihr berühmter Vater John F. Kennedy bei einem Attentat getötet wurde. Diplomatin ist Caroline Kennedy nicht geworden. Trotzdem geht sie nun für ihr Land als Botschafterin in Japan.

US-Präsident Barack Obama schickt eine Kennedy als Botschafterin nach Japan: Er nominierte am Mittwoch Caroline Kennedy, die Tochter des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy, für den wichtigen Posten. Trotz fehlender außenpolitischer Erfahrung der 55-Jährigen zeigte sich die japanische Regierung erfreut über den Schritt und sah darin einen Beleg für die engen Beziehungen mit dem Verbündeten USA.

Die 55-jährige Anwältin, die als Autorin und Verlegerin tätig ist, gehörte zu den ersten Unterstützern Obamas während seiner Präsidentschaftskandidatur für die Demokraten. In den USA ist es nicht unüblich, auch wichtige Botschafterposten an Prominente zu vergeben, selbst wenn sie wie Kennedy über keine diplomatische oder politische Vorerfahrung verfügen.

Politische Tradition wird fortgesetzt

Der letzte lebende Spross von John F. Kennedy könnte mit dem Amt die politische Tradition des Kennedy-Clans fortsetzen. Die 55-Jährige Demokratin war bisher politisch nicht aktiv - ihre Kandidatur als Senatorin für den Bundesstaat New York als Nachfolgerin von Hillary Clinton zog sie 2009 aus persönlichen Gründen zurück. Kritiker hatten ihr damals ihr fehlendes politisches Format vorgeworfen.

Caroline Kennedys Privatvermögen wurde damals auf weit mehr als 100 Millionen Dollar geschätzt, das meiste davon ererbt. Sie selbst hat Geld als Buchautorin verdient, aber nie in ihrem erlernten Beruf als Juristin gearbeitet.

dho/AFP AFP

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