Zugegeben, Armin Laschet und Boris Pistorius sehen sich durchaus ähnlich – die Figur, die Gesichtszüge, die Brille. Die beiden zu unterscheiden, ist offenbar auch in der Spitzenpolitik keine so einfache Aufgabe.
Zumindest gab es auf dem Instagram-Account von Kaja Kallas, der EU-Außenbeauftragten, eine solche Verwechslung. Dort sah man in einer Story die Finnin zusammen mit Armin Laschet – versehen mit dem Text "Eine Ehre, den Verteidigungsminister Boris Pistorius zu treffen".
Mittlerweile ist der Post wieder gelöscht. Vermutlich war jemandem aus Kallas' Social-Media-Team der Fehler unterlaufen. Kallas hatte Laschet, den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, bei ihrem Antrittsbesuch in Deutschland getroffen. Laut einem Post von Laschet ging es dabei um die Rolle Europas angesichts verschiedener Krisenherde auf der Welt.
Armin Laschet und Boris Pistorius werden ständig verwechselt
Mit Pistorius traf sich die estnische Politikerin auch noch. Nach einer Begrüßung mit militärischen Ehren im Bendlerblock ging es um die Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft sowie die weitere Unterstützung der Ukraine im russischen Angriffskrieg. In einem Post, der ihren Besuch in Deutschland zusammenfasst, erwähnte Kallas dann sowohl Laschet als auch Pistorius.
An Verwechslungen sind die beiden Politiker von CDU und SPD mittlerweile gewöhnt. In einem Podcast erzählte Laschet, es habe einmal Ärger im Verteidigungsministerium gegeben, weil er auf einem E-Scooter gesichtet wurde: "Der Minister kann nicht mit dem E-Scooter durch die Gegend fahren", hätte sich die Polizei beschwert, so Laschet. "Und es war gar nicht er, sondern ich." Auch werde er von Soldaten mitunter als "Herr Minister" angesprochen.
Während seiner Zeit als Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen seien die Verwechslungen eher in die andere Richtung gelaufen. Da sei Pistorius gefragt worden: "Können wir ein Selfie machen, Herr Laschet?" Heute aber sei Pistorius "in vielem präsenter".