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Florida "Ich werde nicht nachgeben": US-Gouverneur setzt umstrittenes "Don't say gay"-Gesetz in Kraft

Sehen Sie im Video: Umstrittenes "Don't say gay"-Gesetz tritt in Florida in Kraft.




Umringt von Grundschülern und Eltern unterzeichnete der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, ein höchst umstrittenes Gesetz. Es wurde vor gut drei Wochen vom Parlament des konservativ regierten Bundesstaats verabschiedet. Es betrifft Kinder vom Kindergarten bis zur dritten Klasse. Das Gesetz, das von seinen Kritkern "Don´t say gay" – sag nicht schwul – genannt wird, verbietet, über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität in einer Weise zu unterrichten, die nicht alters- oder entwicklungsgemäß ist. Was das genau bedeutet, ist umstritten. "Und so werden wir weiterhin anerkennen, dass im Staat Florida die Eltern eine fundamentale Rolle bei der Erziehung, der Gesundheitsfürsorge und dem Wohlergehen ihrer Kinder spielen. Davon werden wir nicht abrücken. Es ist mir egal, was die Medien sagen. Es ist mir egal, was Hollywood sagt. Es ist mir egal, was die großen Konzerne sagen. Ich stehe hier, ich werde nicht nachgeben." In den USA löste das jüngste Gesetz der Republikaner in Florida massive Empörung aus, bis ins Weiße Haus hinein. Aus Sicht der Kritiker ist es so formuliert, dass das Verbot bestimmter Unterrichtsinhalte auch auf ältere Kinder angewendet werden kann. US-Präsident Joe Biden bezeichnete die Neuregelung als "hasserfüllt", wie die "New York Times" berichtet. Angestellte der Filmproduktionsfirma Disney, einem der größten Arbeitgeber in Florida, versammelten sich zu Streiks, um gegen das Gesetz zu protestieren. Das Unternehmen veröffentlichte eine Erklärung, in der es das neue Gesetz verurteilte.
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Floridas Gouverneur hat ein umstrittenes Gesetz in Kraft gesetzt, das den Unterricht über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität in Grundschulen verbietet.

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