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FRANKREICH: Zahl der Explosions-Opfer von Toulouse steigt auf 26

Bergungsmannschaften haben weitere Leichen aus dem riesigen Trümmerfeld der Düngemittel-Fabrik ausgegraben. Über die Explosionsursache wird weiter gerätselt.

Nach der gewaltigen Explosion in einer Chemie-Fabrik nahe der südfranzösischen Stadt Toulouse ist die Zahl der Opfer auf 26 angestiegen. Bergungsmannschaften gruben in der Nacht zum Samstag und am Vormittag weitere Leichen aus dem riesigen Trümmerfeld der Düngemittel-Fabrik aus. Mindestens 30 der etwa 650 Verletzten schweben nach Angaben der Krankenhäuser in Lebensgefahr. Die Schäden der schweren Explosion und ihrer Druckwelle im Großraum Toulouse dürften mehrere Milliarden Franc betragen.

20 Vermisste

Die Präfektur in Toulouse hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass noch bis zu 20 Menschen vermisst werden. Sie werden in den Trümmern der durch die Explosion praktisch völlig zerstörten Fabrik vermutet. Kurz nach 04.00 Uhr wurden die Bergungsarbeiten für eine Stunde unterbrochen, weil ein beschädigter Tank mit giftiger Salpetersäure auf ein Leck hin untersucht werden musste. Eine neue Explosion sei dabei nicht zu befürchten gewesen, teilten die Feuerwehren mit.

Weiter Rätselraten wegen Ursache

Unterdessen gehen die Ermittlungen zur Explosions-Ursache weiter. Fachleuten war es nach ersten Analysen rätselhaft, wieso es in dem Nitrat-Lager zu einer Detonation kommen konnte. Unmittelbar danach war auch über einen möglichen Anschlag spekuliert worden. Mittlerweile gehen die Behörden von einem Unfall aus. Unsachgemäßer Umgang mit Chemikalien in dem Nitrat-Lager der Fabrik könnte nach den ersten Analysen die Explosion ausgelöst haben. In Toulouse wird mit langen und schwierigen Ermittlungen der Unfallursache gerechnet.

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