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Gaddafi-Sohn angeblich getötet: Ausländische UN-Mitarbeiter verlassen Libyen

Die Nato soll bei einem Luftschlag einen Sohn und drei Enkelkinder von Gaddafi getötet haben. Der libysche Machthaber, der ebenfalls in dem Haus gewesen sein soll, sei unverletzt geblieben. Nun rücken Truppen des Regimes wieder massiv gegen Aufständische vor.

Wegen Unruhen in der libyschen Hauptstadt Tripolis haben die ausländischen UN-Mitarbeiter am Sonntag das Land verlassen. Eine Menschenmenge sei in das UN-Gelände eingedrungen und habe mehrere Fahrzeuge entwendet, sagte ein Sprecher der Organisation. Er begründete die Abreise der zwölf Mitarbeiter auch mit Angriffen auf die Botschaften von Großbritannien und Italien. Nach UN-Angaben sollen sie sich von Tunesien aus um den Westen Libyens kümmern. Auch im von Rebellen beherrschten Ostteil des Landes haben die Vereinten Nationen Mitarbeiter. Sie seien von der Entscheidung zum Verlassen des Landes nicht betroffen.

Nach Darstellung der libyschen Regierung wurde bei einem Luftangriff der Nato am Sonntag ein Sohn von Machthaber Muammar Gaddafi getötet. Daraufhin schworen Anhänger des Staatschefs Rache. Nach Angaben der britischen Regierung wurde die Vertretung stark beschädigt. Die italienische Regierung sprach von Vandalismus.

Reuters/DPA / DPA / Reuters