Gaza Palästinenser stellen Ultimatum


Bis Dienstagmorgen 5 Uhr soll Israel 1000 Gefangene freilassen - andernfalls müsse die Regierung "den Preis zahlen", heißt es in einem Fax der radikalen Palästinenser, die den israelischen Soldaten Shalit entführt haben.

"Wenn der Feind unseren humanitären Forderungen nicht nachkommt, sehen wir diesen Fall als beendet an", so das Schreiben. Die Erklärung wurde vom bewaffneten Arm der Hamas und zwei weiteren Gruppen veröffentlicht. Bislang hat es Israels Ministerpräsident Ehud Olmert abgelehnt, mit den Entführern zu verhandeln.

Stattdessen führt Olmert die Militäroffensive im Gaza-Streifen fort. Am frühen Montagmorgen drangen Truppen in die nördlichen Gebiete vor. Die Soldaten sollten nach möglichen Tunneln und Sprengsätzen suchen, hieß es. Israelische Medien zitierten Augenzeugen mit Berichten, Soldaten hätten in der palästinensischen Ortschaft Bet Chanun Häuser besetzt. Der Sprecher wollte sich dazu nicht äußern und verwies auf die Militärzensur.

In der Nacht hatte die israelische Luftwaffe erneut zwei Ziele im Gazastreifen angegriffen. Eine Rakete schlug Berichten zufolge in einem Gebäude der militanten Al-Aksa-Brigaden in Gaza ein, eine weitere in einer Lagerhalle in Bet Chanun, die nach israelischen Angaben derselben Gruppe zum Bau und zur Lagerung von Kurzstreckenraketen diente.

Reuters/AP AP Reuters

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