HOME

Jemen: Hochzeitsfeier bombardiert - offenbar 51 Tote

Bei einem Bombardement auf eine Hochzeitsfeier im Jemen sollen über 50 Zivilisten gestorben sein. Huthi-Rebellen und Armee beschuldigen sich gegenseitig.

Die Landkarte vom Jemen

Ende September waren bei einem Luftangriff auf eine Hochzeit im Westen des Jemens 131 Menschen gestorben

Bei dem Bombardement einer Hochzeitsfeier im Jemen sind nach Angaben des jemenitischen Gesundheitsministeriums mindestens 51 Zivilisten getötet worden. Unter den Toten bei den Angriffen etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa seien auch drei Bräute und zwei Bräutigame, teilte ein Sprecher des von den Huthi-Rebellen kontrollierten Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag weiter mit. Die Behörde machte Luftangriffe der saudisch geführten Militärkoalition für den Vorfall verantwortlich.

Den Angaben zufolge trafen die Bomben in der von Rebellen kontrollierten Stadt Sanban einen Pavillon, in dem drei Paare ihre Vermählung feiern wollten. 30 weitere Menschen seien nach Angaben des Ministeriums verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Kinder. Die Nachrichtenagentur AFP vermeldete zuvor unter Berufung auf Ärzte und Augenzeugen vor Ort mindestens 13 Todesopfer und 38 Verletzte. Der Bericht stützt die Version, dass Flugzeuge der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz für den Angriff verantwortlich sein.

Armee beschuldigt Huthi-Rebellen

Die aufseiten von Regierung und Militärkoalition kämpfende Armee dagegen gab den Huthi-Rebellen die Schuld an dem Angriff: Die Hochzeit sei von den Aufständischen beschossen worden, sagte ein Sprecher dem Nachrichtenkanal Al-Arabija.

Erst Ende September waren bei einem Luftangriff auf eine Hochzeit im Westen des Jemens 131 Menschen gestorben. Auch hier soll es sich um ein Bombardement der Militärkoalition gehandelt haben. 

fin / DPA
Themen in diesem Artikel