Irak Al-Sadrs Miliz auf dem Rückzug


Nach Angaben des irakischen Präsidenten Dschalal Talabani soll der radikale Schiiten-Prediger Moktada al-Sadr den Anführern seiner berüchtigten Mehdi-Miliz den Rückzug aus dem Irak befohlen haben. Damit scheint die jüngste Sicherheitsoffensive im Irak Erfolg zu haben.

Wegen der jüngsten Sicherheitsoffensive im Irak soll der radikale Schiiten-Prediger Moktada al-Sadr den Anführern seiner berüchtigten Mehdi-Miliz den Rückzug aus dem Irak befohlen haben. Dies teilte der irakische Präsident Dschalal Talabani am Donnerstag mit. Sadr habe zudem die irakische Regierung gebeten, im Zuge ihrer Offensive alle Gesetzlosen im Irak festzunehmen. Die USA betrachten die Mehdi-Miliz als größtes Hindernis bei der Befriedung des Iraks.

Wo sich Sadr selbst aufhalte, sei ihm persönlich nicht bekannt, sagte Talabani weiter. Nach Angaben des US-Militärs befindet sich Sadr derzeit im Iran. Auch die irakische Regierung geht davon aus, dass der radikale Schiiten-Anführer für einen Kurzbesuch in der iranischen Hauptstadt Teheran ist. Nach Angaben von Vertrauten hält sich Sadr dagegen weiterhin im Irak in der den Schiiten heiligen Stadt Nadschaf auf.

Die Sicherheitsoffensive der USA und der irakischen Armee war am Donnerstag in eine neue Phase getreten: Der Irak schloss nach US-Angaben seine Grenzübergänge zum Iran und zu Syrien. Zudem gingen die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Bagdad und der südlichen Ölhafenstadt Basra gegen illegale Waffen vor. 17 Verdächtige wurden festgenommen und drei Waffenlager ausgehoben. Die Bewegungsfreiheit für Extremisten und die starke Verbreitung von Waffen gelten als eine der Hauptursachen für die anhaltende Gewalt in dem Golfstaat.

Reuters Reuters

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