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Irak: Blutbad in Bagdader Gefängnis

In einem Bagdader Gefängnis hat ein Häftling acht Menschen getötet. Der Iraker überwältigte am Morgen einen Aufseher und schoss mit dessen Gewehr wahllos um sich.

Das teilte der irakische Militärsprecher Dschalil al Mehamadawi mit. Die US-Streitkräfte berichteten dagegen, 16 Häftlinge hätten die Waffenkammer des Gefängnisses gestürmt und versucht auszubrechen. Al Mehamadawi zufolge erschoss der Häftling vier Mitgefangene und vier Gefängnisangestellte. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, nach Angaben des Innenministeriums ein Aufseher und drei Gefangene. Nach US-Angaben erlitten ein US-Soldat und fünf Häftlinge Verletzungen. Irakische Soldaten haben elf Strafgefangene während des Ausbruchsversuchs erschossen. Bei einem Schusswechsel sollen elf der Männer getötet und weitere drei verletzt worden sein.

Tausende demonstrieren erneut gegen Wahlergebnis

Aus Protest gegen die vorläufigen Ergebnisse der irakischen Parlamentswahl gingen abermals rund 4.000 Menschen auf die Straße. Die Demonstranten in Samarra nördlich von Bagdad protestierten gegen angeblichen Betrug bei der Abstimmung vor zwei Wochen zu Gunsten der Schiiten. Das endgültige Wahlergebnis soll Anfang Januar vorliegen. Die religiöse schiitische Vereinte Irakische Allianz dürfte dabei auf rund 130 der 275 Sitze im Parlament kommen. Bewaffnete erschossen nach Polizeiangaben im Osten Bagdads einen ehemaligen irakischen Major und dessen Begleiter. Im Westen der Hauptstadt wurde ein Mitarbeiter des Innenministeriums getötet, wie ein Krankenhausmitarbeiter mitteilte.

AP/DP

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