Irak Nervengas Sarin bei Explosion freigesetzt


Bei einem Anschlag auf einen US-Konvoi im Irak ist am Samstag nach US-Militärangaben eine geringe Menge des Nervengases Sarin freigesetzt worden.

Bei einer Explosion in der Nähe eines US-Konvois in Irak ist eine kleine Menge des Nervengifts Sarin freigesetzt worden. Das teilte US-Militärsprecher Mark Kimmitt mit. Der aus einer 155-Millimeter-Granate gebaute Sprengsatz sei vor einigen Tagen in Bagdad entdeckt worden und explodiert, bevor er entschärft werden konnte. Die Menge des Kampfstoffes bezeichnete Kimmitt als "sehr klein". Zwei Sprengstoffexperten seien nach der Explosion wegen des Kontakts mit dem Gas behandelt worden.

Der Zwischenfall sei von der Irakischen Überwachungsgruppe gemeldet worden, sagte Kimmitt. Bei der Irakischen Überwachungsgruppe handelt es sich um eine US-Organisation, die nach dem Sturz des Machthabers Saddam Hussein im vergangenen Jahr nach Massenvernichtungswaffen in Irak suchen sollte. Kimmitt erklärte, der entdeckte Sprengsatz sei ein älteres Modell, bei dem zwei chemische Stoffe gemischt würden, um das Nervengas zu erhalten. Die Granate werde für gewöhnlich von der Artillerie abgefeuert. Wahrscheinlich hätten die Aufständischen, die den Sprengsatz gelegt hätten, nichts von den enthaltenen Chemikalien gewusst, erklärte Kimmitt weiter.

Sarin-Anschlag 1995 in Japan

Die japanische Aum-Sekte hatte 1995 Sarin in der U-Bahn von Tokio freigesetzt und zwölf Menschen getötet. Tausende weitere erkrankten. Im Februar wurde der frühere Anführer der Sekte zum Tode verurteilt. Sarin führt zum Erstickungstod.

AP AP

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