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Irlands neuer Premier Konservativer Kenny ist neuer irischer Regierungschef


Irland hat einen neuen Premierminister. Das Parlamnet wählte am Mittwoch mit einer großen Mehrheit Enda Kenny zum neuen Regierungschef. Der Politiker der konservativen Fine-Gael Partei will das Land aus seiner "dunkelsten Stunde" führen.

Knapp zwei Wochen nach der Parlamentswahl in Irland ist Enda Kenny am Mittwoch mit einer Rekordmehrheit zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. Für den früheren Grundschullehrer stimmten 117 Abgeordnete, 27 stimmten gegen ihn. Angesichts der Schulden- und Bankenkrise des früheren Boom-Landes versprach der Politker der Fine-Gael-Partei, das Land aus der Krise herauszuholen herauszuholen. "Ich glaube, dass die momentane Krise für Irland die dunkelste Stunde vor der Dämmerung ist", sagt er.

Fine Gael bildet mit der Labour-Partei eine Koalition. Im neuen Kabinett stellen sie zehn Minister, Labour fünf. Labour-Chef Eamon Gilmore erhält den Posten des Außenministers. Weil die Parteien im Wahlkampf unterschiedliche Positionen bei Steuererhöhungen und Kürzungen der öffentlichen Ausgaben vertreten hatten, wird das Finanzministerium aufgeteilt. Der konservative Michael Noonan ist künftig für Steuern, Haushalt und Banken zuständig. Zuvor war er Brendan Howlin von den Sozialdemokraten für die Staatsausgaben sowie die Reform des öffentlichen Dienstes.

Bei der Wahl straften die Wähler den bisherigen Regierungschef Brian Cowen ab, dem ein falscher Umgang mit der Bankenkrise vorgeworfen wird. Kenny will versuchen, die Zinsen für ein 85 Milliarden Euro schweres Rettungspaket von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds zu drücken, womit er besonders bei Deutschland auf Widerstand stößt. Über das Thema soll am Freitag auf einem Treffen der Euroländer diskutiert werden.

AFP/Reuters/DPA DPA Reuters

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