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Jemen: Die Waffen ruhen

Am Freitag ist ein Waffenstillstand zwischen dem Jemen und abtrünnigen Rebellen in Kraft getreten.

Der angekündigter Waffenstillstand im Jemen zwischen Armee und schiitischen Rebellen im Norden des Landes ist nach Militärangaben eingehalten worden. "An allen Fronten ist es ruhig", sagte ein Militärvertreter mit Verweis auf die Regionen Saada und Harf Sufjan an der Grenze zu Saudi-Arabien. In den Gebieten hatten sich beide Seiten in den vergangenen sechs Monaten heftige Gefechte geliefert, nachdem die jemenitische Armee im August mit einer Offensive gegen die Aufständischen vorgegangen war.

Mehrere Militärs im Norden des Landes bestätigten AFP, dass die seit Mitternacht geltende Waffenruhe eingehalten werde. Ein Vertreter, der anonym bleiben wollte, sagte jedoch: "Wir bleiben auf unseren Positionen und haben den Finger am Abzug." Noch am Mittwoch und Donnerstag hatten sich die Regierungstruppen und die Rebellen Gefechte geliefert, bei denen nach Angaben aus Armeekreisen mindestens zwölf Soldaten und 24 Rebellen ums Leben kamen.

Jemens Staatschef Ali Abdallah Saleh hatte am Donnerstag einen Waffenstillstand mit den schiitischen Rebellen angekündigt. Zuvor hatten die Rebellen zugesagt, die sechs Bedingungen der Regierung für ein Ende der Militäraktionen zu erfüllen. Sanaa verlangte unter anderem einen Rückzug aus öffentlichen Gebäuden, die Öffnung der Straßen in den Norden, die Freilassung aller Gefangenen sowie die Rückgabe gestohlener Waffen. Rebellenchef Abdel Malek el Huthi hatte die Aufständischen aufgefordert, sich an die Waffenruhe zu halten.

AFP / AFP