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Luftangriffe auf Hauptstadt Sanaa: 92 Menschen sterben bei Kämpfen im Jemen

Kein Ende der Gewalt im Jemen: Bei saudi-arabischen Luftangriffen gegen die Rebellen in Jemen sind 92 Menschen getötet worden. Auch das Regierungsviertel in Aden wurde bombardiert.

Im Jemen liefern sich schiitische Huthi-Rebellen weiter heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident al-Hadi. Bei Luftangriffen und Kämpfen im Süden des Jemen sind seit Freitag mindestens 92 Menschen getötet worden. Allein in der Hafenstadt Aden und in der angrenzenden Provinz Lahdsch seien 46 Rebellen bei nächtlichen Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition sowie bei Kämpfen mit Anhängern von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi getötet worden, hieß es am Samstag aus Rebellenkreisen.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten haben Bewohnern zufolge mindestens fünf Angriffe auf Stellungen der Huthi-Rebellen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa geflogen. Das Ziel der Luftangriffe sei der Präsidentenpalast gewesen.

Erster Einsatz von Panzern und Raketen

Es waren die ersten Luftanschläge auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa, nachdem die Militärallianz mitteilte, ihre Angriffe auf die Huthis zu verringern. Die vom Iran unterstützten Rebellen kontrollieren die Hauptstadt und haben starke Verbündete in der von internen Streitigkeiten zerrütteten Armee. In der Stadt selbst kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Huthis und Soldaten. Erstmals wurden dabei auch Panzer und Katjuscha-Raketen eingesetzt.

Die arabische Koalition flog seit dem 26. März nach eigenen Angaben mehr als 2000 Angriffe auf die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee. Diese liefern sich seit Wochen heftige Kämpfe mit Hadis Truppen. Der Präsident war im Februar aus der Hauptstadt Sanaa in die südliche Hafenstadt Aden geflohen. Als die Rebellen Mitte März auf Aden vorrückten, setzte sich Hadi nach Saudi-Arabien ab und bat das Königreich um militärische Hilfe.

las/AFP / AFP