Kanarische Inseln Tote nach Tropensturm


Der Tropensturm "Delta" ist mit rund 120 Stundenkilometern über die Kanarischen Inseln gefegt. Er hat Verwüstungen hinterlassen - und kostete Menschenleben.

Der Tropensturm "Delta" hat mindestens sechs Menschen das Leben gekostet und auf den Kanarischen Inseln erhebliche Schäden angerichtet. Rund 400 Kilometer südlich des Archipels brachte das schwere Unwetter mit Böen von bis zu 120 Kilometern in der Stunde ein Flüchtlingsboot zum Kentern, wie die Behörden am Montagabend in Las Palmas auf Gran Canaria mitteilten.

Mindestens sechs Afrikaner ertranken, zwölf weitere werden vermisst. 32 der Insassen überlebten und wurden mit einem Rettungsschiff und einem Hubschrauber geborgen. Die Schiffbrüchigen waren von einem unter der Flagge Panamas fahrenden Öltanker gesichtet worden.

Flug- und Schiffsverkehr eingestellt

La Palma, El Hierro, Gomera und Teneriffa waren durch den Sturm praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Der Flug- und der Schiffsverkehr mussten eingestellt werden, zudem waren wegen Erdrutschen oder umgestürzten Bäumen mehrere Straßen blockiert, wie der Rundfunk in der Nacht zum Dienstag berichtete.

Rund 150.000 Haushalte waren ohne Strom, und auch die Telefonverbindungen brachen vielerorts zusammen. In Santa Cruz auf La Palma wurde eine etwa 40 Jahre alte deutsche Urlauberin von einer umgeknickten Palme getroffen und am Bein verletzt.

Angesichts des Unwetters hatten die Behörden die Schließung aller Schulen auf den Kanaren angeordnet. Die Menschen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und möglichst das Auto nicht zu benutzen.

"Delta" ist nach Angaben der Meteorologen der 25. Wirbelsturm der diesjährigen Hurrikan-Saison. Er hatte sich am Wochenende über dem Atlantik gebildet. Auf dem Weg über den Ozean schwächte sich "Delta" jedoch ab.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker