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KATASTROPHE: 26 Tote und 350 Verletzte bei Einsturz von Tanzhalle in Israel

Der Einsturz einer Tanzhalle während einer großen Hochzeitsfeier im Süden Jerusalems hat mindestens 26 Menschenleben gefordert.

Der Einsturz einer Tanzhalle während einer großen Hochzeitsfeier im Süden Jerusalems am späten Donnerstagabend hat nach neuesten Angaben mindestens 26 Menschenleben gefordert. 350 Menschen wurden verletzt. Ehud Olmert, Jerusalems Bürgermeister, erklärte, es handele sich bei dem Unglück um die schlimmste zivile Katastrophe in Israel seit der Staatsgründung vor 53 Jahren. Unter den Toten sind auch mehrere Kinder. Am Freitagmorgen nahm die Polizei den Besitzer des Gebäudes und einen Bauunternehmer fest, der offenbar vor wenigen Wochen beim Umbau der mehrstöckigen Tanzhalle vier tragende Säulen entfernt hatte.

Mindestens 700 Hochzeitsgäste waren zu der Feier geladen, die im dritten Stock des Gebäudes stattfand. Andere Berichte sprachen von bis zu 1000 Gästen, die zu tanzen begonnen hatten, als plötzlich die Decke über ihnen einstürzte. Durch das Gewicht kollabierten auch die Decken der übrigen Stockwerke und begruben Dutzende Menschen unter sich. Rettungskräfte bemühten sich stundenlang, mit bloßen Händen zu den Verschütteten vorzudringen. Auch Suchhunde wurden eingesetzt.

Offensichtlich ist das Unglück auf Manipulationen an der Statik des Gebäudes zurückzuführen. Gäste hatten den Besitzer bereits vor Beginn der Hochzeitsfeier auf Risse im Boden aufmerksam gemacht, die dieser jedoch mit »Erdbewegungen« erklärte. Die Krankenhäuser in Jerusalem erklärten wegen des Ausmaßes des Unglücks den Ausnahmezustand. In Rundfunk und Fernsehen wurde zu Blutspenden aufgerufen.