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Konflikt mit Nordkorea: USA verstärkt Raketenabwehr in Japan

Wegen der Spannungen in Ostasien zeigen die USA Präsenz. Washington verlegt nach den nordkoreanischen Raketentests zwei weitere Zerstörer in die Region zum Schutz des verbündeten Japan.

Als Reaktion auf die jüngsten Raketentests Nordkoreas werden die USA zwei zusätzliche Zerstörer mit Raketenabwehrsystemen in Japan stationieren. Wie Verteidigungsminister Chuck Hagel am Sonntag mitteilt, sollen die beiden Schiffe mit Aegis-Kampfsystemen bis 2017 nach Japan verlegt werden. Damit steigt die Zahl der dort stationierten US-Kampfschiffe mit Systemen zur Raketenabwehr auf sieben.

Nordkorea hatte zuletzt am 26. März zwei ballistische Mittelstreckenraketen in Richtung Japan abgefeuert. Die Geschosse sind laut dem südkoreanischen nach einer Flugstrecke von rund 650 Kilometern ins Meer gestürzt. Theoretisch kann Nordkorea mit den Raketen große Teile Japans treffen.

Kurz vor dem Raketenabschuss hatte US-Präsident Barack Obama mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe und der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye bei einem Treffen in Den Haag über die militärische Bedrohung aus Nordkorea gesprochen.

Im Oktober hatten die USA verkündet, im japanischen Kyoto eine zweite Radaranlage als Frühwarnsystem zu stationieren. Zudem beschloss die US-Armee, weitere Abfangraketen in Alaska zu installieren. "Dieser Schritte werden unsere Fähigkeit, sowohl Japan als auch die USA vor der Bedrohung eines nordkoreanischen Raketenangriffs zu schützen, deutlich verbessern", sagte Hagel.

jen/AFP/Reuters/DPA / DPA / Reuters