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Libyen: Proteste gegen Gadaffi Mindestens 14 Verletzte nach Unruhen


Die Unruhewelle in der arabischen Welt dehnt sich nach Libyen aus: In Benghasi an der Nordost-Küste des Landes ist es nach der Festnahme eines Menschenrechtlers in der Nacht zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.

Wie die Zeitung "Kurina" in ihrer Online-Ausgabe schrieb, sei die Menge mit Molotow-Cocktails bewaffnet gewesen und habe Autos angezündet sowie mit Steinen geworfen. Die Unruhen seien demnach von der Festnahme des Menschrechtsaktivisten Fethi Tarbel entfacht worden.

Tarbel hatte mit den Angehörigen von Insassen des Abu-Salim-Gefängnisses Kontakt, in dem Regierungsgegner und islamistische Extremisten gefangen gehalten wurden. 1996 waren dort bei gewalttätigen Auseinandersetzungen 1000 Häftlinge erschossen worden. Als ein mögliches Zugeständnis an die Demonstranten werde Libyen 110 Mitglieder einer verbotenen Extremistengruppe im Laufe des Mittwoch freilassen, sagte ein Menschenrechtaktivist.

Aufstände kommen im ölexportierenden Libyen nicht häufig vor, wo der längste amtierende Staatschef Afrikas Muammar Gaddafi die Lage fest im Griff hat. Bei den Unruhen sind nach dem Zeitungsbericht 14 Menschen, darunter zehn Polizisten, verletzt worden.

Reuters Reuters

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