Die USA haben die venezolanische Hauptstadt Caracas angegriffen und Präsident Nicolás Maduro sowie dessen Frau gefangen genommen. Die Ereignisse im Liveticker.
Die USA haben Venezuela militärisch angegriffen und den Machthaber des Landes Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau festgenommen und außer Landes gebracht. Maduro wurde in einer New Yorker Haftanstalt vorgeführt. Die USA werfen ihm und seinem Regime vor, den Drogenhandel in die USA zu unterstützen und wollen ihn vor ein US-Gericht stellen.
Die internationalen Reaktionen auf die US-Militäraktion reichen von Zustimmung bis zu Vorwürfen, das Völkerrecht gebrochen zu haben. In Venezuela übernimmt vorerst die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Führung. Wie es in dem Land weitergeht, ist unklar.
Lesen Sie alle Entwicklungen im Liveblog:
Wichtige Updates
Stefan Düsterhöft

Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela sind nach kubanischen Angaben auch 32 Angehörige der kubanischen Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt gewesen, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.
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Stefan Düsterhöft

Trump: Haben Führung in Venezuela übernommen
Die USA haben laut Präsident Donald Trump die Führung in Venezuela übernommen. "Wir verhandeln mit den Leuten, die gerade vereidigt wurden", sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten bezogen auf die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. "Fragen Sie mich nicht, wer die Verantwortung trägt, denn ich werde eine Antwort geben, die sehr kontrovers ist", fügte Trump hinzu und konkretisierte auf Nachfrage: "Es bedeutet, dass wir die Verantwortung tragen".
Laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters drohte Trump an Bord der Air Force One auch Kolumbien: Das Land sei "auch sehr krank, regiert von einem kranken Mann", sagte Trump demnach. Damit spielte er offensichtlich auf den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro an und fügte hinzu, dieser stelle Kokain her und verkaufe es an die USA. "Er wird das nicht mehr lange tun." Auf die direkte Frage, ob die USA eine Militäroperation gegen das Land anstreben würden, antwortete Trump: "Das klingt gut für mich."
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Stefan Düsterhöft

China kritisiert das Vorgehen der USA in Venezuela. "Wir akzeptieren nicht, dass eine Nation beanspruchen kann, der Weltrichter zu sein", erklärte Außenminister Wang Yi. China glaube zudem nicht, dass ein Land als "Weltpolizei" agieren könne. Die Souveränität aller Länder müsse nach internationalem Recht geschützt werden.
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Stefan Düsterhöft

Nach der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro durch die USA hat Venezuelas neu ernannte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez ihre erste Kabinettssitzung einberufen. Der staatliche Sender VTV zeigte Rodríguez am Sonntagabend (Ortszeit) an einem Tisch im Präsidentenpalast Miraflores, an dem unter anderem Verteidigungsminister Vladimir Padrino und Innenminister Diosdado Cabello saßen.
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Stefan Düsterhöft

Nur einen Tag nach dem US-Angriff auf Venezuela schürt ein Social-Media-Beitrag neue Ängste vor US-Begehrlichkeiten auf Grönland. Auch Präsident Donald Trump hat noch einmal nachgelegt. Dänemarks Ministerpräsidentin und der grönländische Regierungschef reagieren. Alles dazu hier:
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Stefan Düsterhöft

Bevor Maduro dem Gericht vorgeführt wird, kommt der UN-Sicherheitsrat um 16 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zu einer Sondersitzung zusammen.
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Stefan Düsterhöft

Der von den USA gefangen genommene Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, soll am Montag einem New Yorker Bundesgericht vorgeführt werden. Dem 63-Jährigen würden um 12 Uhr Ortszeit (entspricht 18 Uhr Mitteleuropäischer Zeit) die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte offiziell eröffnet, teilte das Gericht des Southern District in Manhattan am Sonntag mit. Maduro soll unter anderem wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" und der Einfuhr von Kokain in die Vereinigten Staaten der Prozess gemacht werden.
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Thomas Krause
Die EU-Kommission und 26 der 27 EU-Staaten fordern alle Akteure im Venezuela-Konflikt zur Zurückhaltung auf. Alle Beteiligten müssten eine Eskalation vermeiden und eine friedliche Lösung sicherstellen, heißt es in einer Erklärung, die von allen EU-Mitgliedern mit Ausnahme Ungarns getragen wird und auch im Namen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas veröffentlicht wird. Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes sei der einzige Weg, in dem Land die Demokratie wiederherzustellen.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump droht der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez. Sie könne einen höheren Preis als der gefangen genommene Präsident Nicolas Maduro zahlen, "wenn sie nicht das Richtige tut", sagt Trump in einem Interview mit der Zeitschrift "The Atlantic". Rodriguez hat Maduros Amtsgeschäfte übernommen und betont, Maduro sei weiterhin Präsident des Landes. Sie hat Trumps Behauptungen widersprochen, sie sei bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten. Rodriguez ist zugleich Ölministerin und gilt aufgrund ihrer Kontakte und ihrer Erfahrung als eine zentrale und pragmatische Führungsfigur in Venezuela.
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Thomas Krause
Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat es in mehreren Städten in Deutschland Proteste gegen die Attacke der USA gegeben. In München versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, es blieb den Aussagen zufolge friedlich. In Nürnberg versammelten sich einer ersten Einschätzung zufolge rund 120 Teilnehmer zu einer Kundgebung, in Düsseldorf protestierten rund 240 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt, bevor sie vor dem US-Generalkonsulat nahe dem Hauptbahnhof die Abschlusskundgebung abhielten.
Auch in anderen deutschen Städten waren für Sonntag Proteste angekündigt, unter anderem in Hamburg. Dort waren bereits am Samstagabend rund 300 Menschen auf die Straße gegangen.
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Thomas Krause
Die venezolanischen Streitkräfte erkennen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als vorübergehende Staatschefin an. Nach der Gefangennahme von Staatschef Maduro übernehme sie verfassungsgemäß die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino.
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Thomas Krause
Rubio: "Es geht den USA nicht um Venezuelas Öl"
Die USA wollen nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio die venezolanische Ölindustrie nicht aus wirtschaftlichem Interesse kontrollieren. Die Vereinigten Staaten verfügten selbst ausreichend über eigenes Öl, sagte Rubio in einem Interview des US-Senders NBC News. Es gehe vielmehr darum, dass die riesigen Ölreserven Venezuelas nicht weiter unter Kontrolle von Gegnern der USA stünden.
Washington werde nicht zulassen, dass Venezuela zu einem Stütz- und Operationspunkt für Länder wie China, Russland oder dem Iran sowie für die proiranische Miliz Hisbollah werde, so Rubio. Die Ausbeutung von Ressourcen durch externe Akteure, wie sie in anderen Weltregionen zu beobachten sei, werde Washington in Lateinamerika nicht akzeptieren. "Hier leben wir, und wir werden nicht zulassen, dass die westliche Hemisphäre als Operationsbasis für Gegner, Konkurrenten und Rivalen der Vereinigten Staaten dient", sagte Rubio.
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Daniel Bakir
USA wollen mit derzeitiger Führung in Venezuela zusammenarbeiten
Die US-Regierung ist grundsätzlich zu einer Zusammenarbeit mit der aktuellen Führung in Venezuela bereit. "Wir werden alles anhand ihrer Taten beurteilen und wir werden sehen, was sie tun", sagte US-Außenminister Marco Rubio am Sonntag dem TV-Sender CBS News. "Wenn sie nicht die richtige Entscheidung treffen, werden die Vereinigten Staaten weiterhin über mehrere Einflussmöglichkeiten verfügen." Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hatte zuvor ihre Solidarität mit Maduro betont und dessen Freilassung gefordert.
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Daniel Bakir
Der US-Präsident glaubt, Venezuela zu regieren sei ein Kinderspiel. Unser Reporter Jan Christoph Wiechmann hat häufig im Land recherchiert und sagt:
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Daniel Bakir
Papst Leo hat sich besorgt über die Entwicklung in Venezuela geäußert. Er verfolge die Lage nach dem Sturz von Präsident Nicolas Maduro durch die USA mit großer Sorge, sagte das katholische Kirchenoberhaupt, das selbst aus den USA stammt. Der Pontifex rief dazu auf, die "Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen". Außerdem müssten die "Souveränität des Landes gewährleistet, der in der Verfassung verankerte Rechtsstaat gesichert und die Menschen- und Bürgerrechte eines jeden und aller respektiert" werden.
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