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Moschee-Bau am Ground Zero in New York: Neues Glatteis für Barack Obama

Barack Obama hat sich in eine schwierige Lage manövriert: Nach heftiger Kritik von Opferverbänden hat der amerikanische Präsident seine Äußerungen zum Bau einer Moschee in der Nähe des Ground Zero präzisiert - und damit relativiert.

Nach heftiger Kritik von Opferverbänden hat US-Präsident Barack Obama seine Äußerungen zum umstrittenen Bau eines islamischen Gemeindezentrums in der Nähe des Ground Zero in New York präzisiert. Er habe nicht kommentiert, ob es eine weise Entscheidung war, dort eine Moschee zu bauen, sagte Obama am Samstag (Ortszeit) bei einem Besuch im US-Bundesstaat Florida. Dies werde er auch nicht tun. Seine Äußerungen hätten sich ausdrücklich auf Rechte der Menschen bezogen, die bis zur Gründung der Vereinigten Staaten zurückreichten.

"Ich denke, dass es sehr wichtig ist - so schwierig dieses Thema auch ist - dass wir uns darauf konzentrieren, wer wir als Volk sind und was unsere Werte ausmacht", sagte Obama. Der US-amerikanische Nachrichtensender CNN hat die Aussagen im Wortlaut als Video veröffentlicht.

Am Freitag hatte der US-Präsident erklärt, dass das Bekenntnis der USA zur Religionsfreiheit "unerschütterlich" bleiben müsse. Dazu zähle auch das Recht, in Übereinstimmung mit den örtlichen Gesetzen und Verordnungen auf einem privaten Grundstück in Manhattan ein Gemeindezentrum zu bauen.

Das geplante islamische Gemeindezentrum sorgt in den USA für heftige Kontroversen. Während New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg und andere hochrangige Vertreter der Stadt das Projekt, das zu einer besseren Verständigung zwischen dem Westen und der muslimischen Welt beitragen soll, unterstützen, argumentieren Gegner des Projekts, dass dieses die Erinnerung an die Opfer des 11. September 2001 verletzen würde.

AFP / AFP