VG-Wort Pixel

Nach Anschlag in Jerusalem Israel setzt Luftangriffe fort


Seit sieben Jahren hat es in Jerusalem keinen Bombenanschlag mehr gegeben. Israels Staatschef Benjamin Netanjahu kündigte an, hart auf den Terrorakt zu reagieren. Die Spirale der Gewalt im Nahen Osten dreht sich weiter.

Nach dem Terroranschlag in Jerusalem hält die Gewalt zwischen Israel und Palästina weiter an: Drei Angriffe flog die israelische Luftwaffe in der vergangenen Nacht in den Gaza-Streifen. Heute setzen sie sie fort. Kampfjets hätten "Terroristen" im Norden des Palästinensergebiets beschossen, sagte eine Armeesprecherin. Die Palästinenser hätten Raketen auf Israel feuern wollen. 

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Mittwochabend eine harte Reaktion nach dem Anschlag angekündigt. Die Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad begrüßte den Terrorakt. Es war der erste Bombenanschlag in Jerusalem seit 2004. Zuletzt hatte vor zwei Jahren ein Palästinenser in der Stadt Polizisten mit einem Radlader angegriffen und war dabei erschossen worden.

Nach israelischen Medienberichten war eine 56-jährigen Frau bei dem Anschlag getötet worden war. Sie war britische Staatsbürgerin, wie ein Sprecher des israelischen Außenministeriums mitteilte. Dutzende weitere Menschen waren verletzt worden, als neben einer Bushaltestelle nahe dem Kongresszentrum Binjanei Hauma ein Sprengsatz explodierte.

Ein Angestellter eines benachbarten Kiosks konnte offenbar noch Schlimmeres verhindern: Er hatte die verdächtige Tasche entdeckt, eine Gruppe Jugendlicher von dem Ort entfernt und die Polizei gerufen. Während seines Gesprächs mit der Notrufzentrale explodierte jedoch die Bombe.

liri/AFP/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker