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Nach Cybersex-Affäre Politiker Anthony Weiner trotzt Kritikern

Die Cybersex-Affäre brachte dem Ex-Kongressabgeordneten Anthony Weiner viel Spott ein. Kritiker fordern seinen Rückzug aus der Bürgermeisterkandidatur in New York. Doch der denkt gar nicht daran.

Der ehemalige US-Kongressabgeordnete Anthony Weiner hält trotz einer neuen Cybersexaffäre vorerst an seiner Bewerbung für das Amt des New Yorker Bürgermeisters fest. Bei einem Wahlkampfauftritt am Mittwoch (Ortszeit) zeigte er sich unbeeindruckt von der Kritik der US-Medien und seiner politischen Rivalen. Viele derjenigen, die jetzt seinen Rückzug verlangten, seien von Anfang an gegen seine Kandidatur gewesen, sagte der 48-Jährige.

Weiner hatte am Dienstag einräumen müssen, auch lange nach seinem Rückzug aus dem Kongress infolge ähnlicher Peinlichkeiten vor zwei Jahren erotische Kontakte mit einer jungen Frau im Internet gepflegt zu haben - selbst während der Schwangerschaft seiner Ehefrau und auch nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes. Bei einer Pressekonferenz an der Seite seiner Frau gab Weiner zu, der 22-Jährigen unter dem Online-Decknamen Carlos Danger schlüpfrige Texte und Fotos geschickt zu haben.

US-Zeitungen überschütteten Weiner nach den neuerlichen Enthüllungen mit Kritik und Häme. Sein demokratischer Konkurrent Bill de Blasio sagte, Weiners Privatleben sei zu einer "unwillkommenen Diashow" geworden. Wie der Demokrat Sal Albanese und der Republikaner John Catsimatidis forderte er Weiner auf, seine Kandidatur zurückzuziehen. Vor der Aufdeckung der zweiten Affäre waren Weiner in Umfragen gute Chancen bescheinigt worden, von den Demokraten als Kandidat für die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters Michael Bloomberg nominiert zu werden.

ds/AFP AFP

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