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US-Skandalpolitiker Anthony Weiner: Nun doch die Scheidung: Huma Abedin und ihr Leid mit dem sexsüchtigen Gatten

Sie waren knapp ein Jahr verheiratet, als ein Skandal die Ehe von Huma Abedin und Anthony Weiner erschütterte: Der einstige Politstar wurde als Sexsüchtiger überführt, der Frauen intime Fotos schickte. Huma Abedin hielt lange zu ihrem Mann - doch jetzt hat sie die Scheidung eingereicht.

Huma Abedin und Anthony Weiner

Huma Abedin und Anthony Weiner bei einem Mode-Event im November 2015 in New York

Ihr Leben klingt wie eine Episode aus der erfolgreichen Politserie "Hous of Cards": Sie politische Beraterin und engste Vertraute der Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton, er demokratischer Kongressabgeordneter mit einer vielversprechenden Zukunft. Am 10. Juli 2010 heiratete das Paar auf Oheka Castle, ein schlossähnliches Anwesen auf Long Island. Zu den geladenen Gästen gehörte auch der frühere US-Präsident Bill Clinton.

Doch nur ein Jahr später liegt die Welt von Huma Abedin und Anthony Weiner in Trümmern, ausgelöst durch einen Sexskandal, in dem er die Hauptrolle spielte. Im Juni 2011 wurde bekannt, dass der Politiker über seinen Twitter-Account intime Fotos und schlüpfrige Nachrichten an mindestens sechs verschiedene Frauen verschickt hatte. Zunächst leugnete Weiner die Sexting-Affäre, später bekannte er sich öffentlich dazu, seit Jahren Cybersex gehabt zu haben. Sein Rücktritt als Kongressabgeordneter war unausweichlich. Seine Frau Huma Abdein, damals mit dem gemeinsamen Sohn schwanger, hielt zu ihm.

Huma Abedin hielt lange zu ihrem sexsüchtigen Gatten

Im April 2013 wagte Anthony Weiner ein Comeback: Er kandidierte als Bürgermeister von New York. Doch nur wenige Wochen später tappte der Politiker erneut in die Sex-Falle. Auf einer Pressekonferenz musste er öffentlich eingestehen unter dem Decknamen "Carlos Danger" ein Facebookprofil zu betreiben, über das er Nacktfotos und anzügliche Botschaften an mehrere Frauen versendet hatte. Trotz der erneuten öffentlichen Demütigung sagte Gattin Huma Abedin: "Ich liebe ihn, ich habe ihm verziehen, ich glaube ihm, und wir haben von Anfang an gesagt, dass wir nach vorne schauen. Es brauchte viel Arbeit und noch mehr Therapie, bis ich Anthony verzeihen konnte."

Fast drei Jahre war es ruhig - bis sich Huma Abedin im Sommer 2016 von Anthony Weiner trennte. Während sie mitten im Wahlkampf für Hillary Clinton steckte, versendete er weiterhin zahlreiche Sextings - unter anderem an eine 15-jährige Schülerin. Umso überraschender war dann die Versöhnung des Ehepaares im März dieses Jahres. Seine Frau wollte ihm offenbar noch eine Chance geben. Der Politiker ließ sich in einer Klinik gegen seine Sexsucht therapieren und begab sich freiwillig in die Hände der Bundespolizei FBI.

Am Freitag bekannte sich Anthony Weiner vor einem New Yorker Gericht schuldig, seit Januar 2015 Sexbotschaften an eine Minderjährige geschickt zu haben. Er wisse, dass sein Verhalten "moralisch falsch und gesetzeswidrig" gewesen sei, sagte der 52-Jährige. "Ich habe eine Krankheit, aber ich habe keine Entschuldigung." Für sein Delikt kann Weiner mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden.

Anthony Weiner drohen bis zu 27 Monate Gefängnis

Sein Schuldeingeständnis war allerdings Teil einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft, die im Gegenzug eine deutlich niedrigere Haftstrafe von 21 bis 27 Monaten Gefängnis anstrebt. Die Vereinbarung sieht auch vor, dass Weiner als Sexualstraftäter registriert wird. Der Deal bedarf allerdings noch der Zustimmung des Gerichts, das auch eine höhere Strafe verhängen kann. Als Termin für die Strafmaßverkündung wurde der 8. September gesetzt. Bis dahin kam Weiner gegen Hinterlegung einer Kaution von 150.000 Dollar auf freien Fuß.

Huma Abedin erledigte indes eine andere Sache vor Gericht: Sie reichte die Scheidung von Weiner ein. Nach sieben Jahren Ehe, unzähligen Skandalen und zahlreichen Demütigungen, ist die 40-Jährige nun offenbar endgültig bereit, einen Schlussstrich zu ziehen.

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