Nato-Einsatz Afghanistan Rice und Miliband besuchen Afghanistan


US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr britischer Kollege David Miliband sind überraschend nach Afghanistan gereist. In Litauen wollen derweil die Verteidigungsminister der Nato den Einsatz von Kampftruppen in Afghanistan diskutieren. Die USA und Großbritannien hatten den Druck auf ihre Bündnispartner erhöht, sich stärker im Süden des Landes zu engagieren.

US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr britischer Amtskollege David Miliband sind zu einem vorher nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. Die beiden Politiker flogen gemeinsam von London aus an den Hindukusch und trafen sich mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai und anderen Politikern.

Das Thema Afghanistan steht auch auf der Tagesordnung des NATO-Verteidigungsministertreffen in Vilnius. US-Verteidigungsminister Robert Gates will am Freitag seine Forderung nach mehr Kampftruppen im gefährlichen Süden Afghanistans bekräftigen. Eine schriftliche Bitte von Gates an mehrere Verbündete, darunter auch an Deutschland, war von der Bundesregierung in Berlin bereits abgelehnt worden. Das Mandat des Bundestages sehe lediglich einen Einsatz im Norden vor. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte die Entsendung eines Bundeswehr-Kampfverbandes in den Norden Afghanistans mitgeteilt.

Einigkeit wird jedoch zu Beginn der Beratungen in der litauischen Hauptstadt beim Thema Kosovo erwartet. Die Minister werden sich nach Angaben von Diplomaten entschlossen zeigen, mit der rund 17.000 Soldaten zählenden NATO-Kosovo-Truppe (KFOR) im Kosovo Ruhe und Ordnung zu garantieren, falls sich die abtrünnige serbische Provinz für unabhängig erklärt.

DPA/Reuters/AP AP DPA Reuters

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