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Nuklearprogramm: Iran wertet UN-Atombericht als Erfolg

Der Iran ist mit dem jüngsten UN-Atombericht hoch zufrieden: Der Rapport der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA belege, dass "die gesamten Nuklearaktivitäten des Iran friedlich" seien, sagte der iranische IAEA-Botschafter Ali Asghar Soltanie. Die UN-Behörde sieht das anders.

Der Iran hat den jüngsten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA als Erfolg verbucht. Einmal mehr sei klar geworden, dass es keinerlei Beweise dafür gebe, dass das iranische Atomprogramm militärischen Zwecken diene, erklärte der iranische IAEA-Botschafter Ali Asghar Soltanie. Die Anschuldigungen der US-Regierung gegen den Iran seien haltlos.

Soltanie ging allerdings nicht direkt auf Passagen des Berichts ein, in denen über angebliche Forschungsarbeiten des Iran an nuklearen Sprengköpfen berichtet wird, was den IAEA-Mitarbeitern große Sorgen bereite. Die Atomenergiebehörde kritisierte zudem, dass der Iran die Weltgemeinschaft trotz Sanktionen nur unzureichend über sein umstrittenes Atomprogramm informiere. Zudem bemängelte die UN-Behörde, dass ihren Experten der Zutritt zu bestimmten Nuklearanlagen verwehrt bleibe.

Der IAEA zufolge betreibt der Iran mittlerweile 3500 Zentrifugen zur Urananreicherung in seiner unterirdischen Anlage Natans. Damit hob die UN-Behörde ihre Zahlen vom Jahresanfang leicht an. "Es sind stichhaltige Erklärungen (des Irans) notwendig", hieß es in dem am Montag in Wien veröffentlichten Bericht. Das Atomprogramm biete weiterhin Anlass zu großer Sorge.

Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Das Land, gegen das die Vereinten Nationen mehrmals Sanktionen verhängt haben, bestreitet die Vorwürfe.

Reuters / Reuters
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