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Mutter und Vater von Peter Kassig schreiben Brief: Die bewegenden Worte der Eltern des IS-Opfers

Nach der Ermordung des Entwicklungshelfers Peter Kassig durch Terroristen des Islamischen Staates wenden sich die Eltern des Amerikaners in bewegenden Worten an die Öffentlichkeit.

Ed und Paula Kessig: In einem Video hatten die Eltern von Peter Kassig noch um das Leben ihres Sohnes gefleht.

Ed und Paula Kessig: In einem Video hatten die Eltern von Peter Kassig noch um das Leben ihres Sohnes gefleht.

Ihr Sohn ist tot - kaltblütig ermordet von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Dies ist nun schreckliche Gewissheit für die Eltern von Peter Kassig. Nachdem US-Präsident Barack Obama die Echtheit des von den Dschihadisten verbreiteten Videos zum Tod des Entwicklungshelfers bestätigte, haben Ed und Paula Kassig sich in einem bewegenden Brief im Internet geäußert.

"Wir sind untröstlich zu erfahren, dass unser Sohn Abdul-Rahman Peter Kassig sein Leben als Folge seiner Liebe zum syrischen Volk verloren hat", schreiben sie auf Facebook.

Das große humanitäre Engagement ihres Sohnes mache sie gleichwohl "unglaublich stolz", teilen die trauernden Eltern mit.

Um das Leben anderer zu retten

In ihrem langen Statement schreiben Ed und Paula Kassig, dass Peter sein Leben genutzt habe, um das Leben anderer zu retten. Er habe in Flüchtlingslagern und unterbesetzen Krankenhäusern gearbeitet. "Wir wissen, dass er seine Heimat beim syrischen Volk fand, und er war verletzt, wenn sie verletzt wurden."

Die Eltern zitieren auch einen Brief von Peter an seine Uni. Darin schrieb der ehemalige Elitesoldat: "Hier, in diesem Land, habe ich meine Berufung gefunden. Jeden Tag, an dem ich hier bin, habe ich mehr Fragen und weniger Antworten: Aber, was ich weiß, ist, dass ich eine Chance habe, hier etwas zu tun, Stellung zu beziehen, etwas zu verändern."

Die Eltern von Peter Kassig veröffentlichten auch Fotos und Zitate ihres Sohnes auf Facebook

Die Eltern von Peter Kassig veröffentlichten auch Fotos und Zitate ihres Sohnes auf Facebook

Der 26 Jährige engagierte sich nach Angaben seiner Eltern seit März 2012 für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Entführt wurde er vor gut einem Jahr.

Der IS hatte am Sonntag im Internet ein Video veröffentlicht, in dem ein maskierter Mann zu sehen ist, der behauptet, den früheren US-Soldaten Kassig ermordet zu haben. Neben ihm ist ein abgeschlagener Kopf zu sehen, außerdem zeigt der Film die Enthauptung von 18 syrischen Soldaten.

Obama bestätigte die Echtheit des Videos am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Weg von Australien in die USA. Kassig sei in einem "Akt des Bösen" getötet worden, erklärte Obama. Sein Leben und Handeln stünden im völligen Kontrast zu dem, was der Islamische Staat repräsentiere. Der Präsident würdigte Kassigs "selbstloses" Handeln.

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