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IS tötet US-Geisel: Obama bestätigt Enthauptung von Peter Kassig

Er war nach Syrien gegangen, um Flüchtlingen zu helfen. Nun ist Peter Kassig tot. Wie die USA bestätigten, ist der Amerikaner von der Terrormiliz Islamischer Staat enthauptet worden.

Dieses von der Familie veröffentlichte Foto zeigt Peter Kassig als Helfer in Syrien

Dieses von der Familie veröffentlichte Foto zeigt Peter Kassig als Helfer in Syrien

Peter Kassig ist tot. Das ist nun traurige Gewissheit. US-Präsident Barack Obama hat die Echtheit des von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verbreiteten Videos zum Tod des US-Entwicklungshelfers bestätigt. Kassig sei in einem "Akt des Bösen" getötet worden, sagte Obama am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Weg in die USA. Das Leben und das Handeln des US-Entwicklungshelfers stünden im völligen Kontrast zu dem, was der Islamische Staat repräsentiere, sagte Obama weiter. Er würdigte Kassigs "selbstloses" Handeln.

Der IS hatte am Sonntag im Internet ein Video veröffentlicht, in dem ein maskierter Mann zu sehen ist, der behauptet, den früheren US-Soldaten Kassig ermordet zu haben. Neben ihm ist ein abgeschlagener Kopf zu sehen, außerdem zeigt der Film die Enthauptung von 18 syrischen Soldaten.

Kassig konvertierte zum Islam

Kassigs Eltern zeigten sich zutiefst bestürzt und würdigten die Arbeit ihres Sohnes, der in Gefangenschaft zum Islam übergetreten war und sich zuletzt Abdul-Rahman nannte. "Es bricht uns das Herz, zu erfahren, dass unser Sohn Abdul-Rahman Peter Kassig sein Leben für die Liebe zum syrischen Volk und seinen Wunsch, sein Leiden zu lindern, verloren hat", schrieben Ed und Paula Kassig bei Twitter.

Der 26 Jährige engagierte sich nach Angaben seiner Eltern seit März 2012 für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Entführt wurde er vor gut einem Jahr.

nck/AFP / AFP
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