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Protest für faire Wahlen zerschlagen: Moskauer Polizei nimmt Dutzende Regierungsgegner fest

Sie forderten ein "Russland ohne Putin" - bis die Polizei einschritt. In Moskau sind am Dienstag rund 30 Regierungsgegner festgenommen worden, weil sie für faire Wahlen protestiert haben.

Bei einer nicht genehmigten Kundgebung für faire Wahlen in Russland haben Sondereinsatzkräfte in Moskau rund 30 Regierungsgegner festgenommen. Die Demonstranten protestierten am Dienstag im Zentrum der Hauptstadt gegen die Nichtzulassung einiger Oppositionsparteien zur Duma-Wahl am 4. Dezember, wie die Agentur Interfax meldete. Die Polizei habe zugegriffen, als die vorwiegend jungen Teilnehmer Transparente mit der Aufschrift "Wahlen ohne Opposition sind ein Verbrechen!" entrollten, hieß es. In Sprechchören forderten sie ein "Russland ohne (Ministerpräsident Wladimir) Putin". Die Polizei sei mit großer Härte vorgegangen, berichteten Augenzeugen.

Als Spitzenkandidat der Regierungspartei Geeintes Russland geht bei der Duma-Wahl Kremlchef Dmitri Medwedew ins Rennen. Er soll nach der Abstimmung Ministerpräsident werden. Als sein Nachfolger im Kreml soll der jetzige Regierungschef Wladimir Putin das Amt übernehmen. Das gaben Putin und Medwedew am Wochenende in Moskau bekannt.

jwi/DPA / DPA
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