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Schlagabtausch in Korea: Norden droht mit erneuten Angriffen

Der Konflikt in Korea spitzt sich weiter zu: Der Norden hat mit weiteren Militärschlägen gegen Süden gedroht, sollte Südkorea sie weiter provozieren.

Nordkorea hat nach dem Beschuss einer südkoreanischen Insel durch seine Streitkräfte mit weiteren Militärschlägen gegen das Nachbarland gedroht. "Nordkorea wird, ohne zu zögern, eine zweite oder sogar eine dritte Runde von Anschlägen starten, sollten die Kriegstreiber in Südkorea erneut rücksichtslos provozieren", zitierte die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag aus einer Mitteilung des Militärs in Pjöngjang.

In Reaktion auf die Eskalation des Korea-Konflikts will Südkorea nach Angaben eines Sprechers des Präsidialamts nun seine Militärstreitmacht an der Westküste verstärken. Der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak rief zudem für Donnerstag eine Krisensitzung ein, um die wirtschaftlichen Folgen der Beschüsse durch Nordkorea einzudämmen.

Nordkoreanisches Militär hatte am Dienstag die südkoreanische Insel Yeonpyeong beschossen. Von dem Eiland, das 120 Kilometer westlich der südkoreanischen Hauptstadt Seoul im Gelben Meer liegt, wurden anschließend Hunderte Menschen aufs Festland in Sicherheit gebracht. Bei dem Angriff wurden nach südkoreanischen Angaben zwei Zivilisten und zwei Soldaten getötet. Dutzende Häuser brannten ab.

Reuters / Reuters