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Nach US-Luftangriff Syrische Führung will jetzt härter gegen Rebellen vorgehen

Baschar al-Assad
Baschar al-Assad hat für den 13.April Parlamentswahlen angesetzt - die letzte Wahl fand im Frühjahr 2012 statt
© Reuters
Die syrische Regierung hat sich zum US-Militärschlag geäußert. Das Büro von Baschar al-Assad betonte die Souveränität Syriens und kündigte verschärfte Aktionen gegen die Opposition an.

Die Führung in Damaskus hat den US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt als "dumm und unverantwortlich" verurteilt. Das Verhalten Amerikas offenbare nur dessen "Kurzsichtigkeit und politische und militärische Blindheit für die Realität", erklärte das Büro von Machthaber Baschar al-Assad.  

Die USA hätten bei dieser "schändlichen Tat" den Flugplatz eines souveränen Staates angegriffen. Nun wolle das Regime noch entschlossener gegen die Aufständischen vorgehen - gegen diejenigen "Banden und terroristischen Organisationen", die die USA mit ihrem Luftschlag unterstützt hat.

US-Attacke auf Flugplatz

Die USA hatten als Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien in der Nacht zu Freitag die Al-Schairat-Basis attackiert. 59 Marschflugkörper vom Typ Tomahawk wurden auf den Stützpunkt in der Provinz Homs abgefeuert. Dies sei der Stützpunkt, von dem aus der Giftgasangriff von Dienstag geflogen worden sei, sagte US-Präsident Donald Trump. Bei dem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff vom Dienstag auf Chan Scheichun im Nordwesten Syriens wurden nach Angaben von Aktivisten mindestens 86 Zivilisten getötet, darunter viele Kinder.

Die Bundesregierung rechtfertigte den US-Luftangriff. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gab in einer gemeinsamen Erklärung mit Frankreichs Präsident François Hollande Assad die "alleinige Verantwortung für diese Entwicklung". Ähnlich äußerte sich Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärte, Washington habe mit der "nötigen Entschlossenheit auf die barbarischen Chemiewaffenangriffe" reagiert

jse/DPA/AFP

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