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Terrorgefahr: USA erzwingen schärfere Kontrollen an Flughäfen

USA-Reisende müssen sich vor dem Abflug auf stärkere Kontrollen einstellen. Besonders neuartige Sprengstoffe würden dies notwendig machen. Auch Großbritannien bleibt in Alarmbereitschaft.

Aus Furcht vor Anschlägen lassen die USA die Sicherheitsvorkehrungen an ausländischen Flughäfen verschärfen, von denen aus Direktflüge in die Vereinigten Staaten abheben. Von Extremisten ausgetüftelte Sprengstoffe, die bei Sicherheitskontrollen unerkannt bleiben könnten, machten diesen Schritt notwendig, erklärte US-Heimatschutzminister Jeh Johnson. Die britischen Behörden erhöhten inzwischen die Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen des Landes.

Einem Vertreter des US-Heimatschutzministeriums zufolge sind Airports innerhalb Europas und im Nahen Osten betroffen. Durch die Verschärfung würden vermutlich zusätzliche Kontrollen von Reisenden und deren Gepäck notwendig, hieß es aus Johnsons Behörde. Flugreisende sollten deshalb ausreichend zeitlichen Vorlauf einkalkulieren, auch wenn "unnötige Behinderungen" laut Johnson vermieden werden sollen. Medienberichten zufolge dürften vor allem die Schuhe von Passagieren und elektronische Geräte noch genauer überprüft werden als bisher.

Auch Großbritannien bleibt in Alarmbereitschaft

Die USA teilten "aktuelle und bedeutende Informationen" mit ihren ausländischen Verbündeten und berieten sich mit der Luftfahrtindustrie, hieß es in der offiziellen Mitteilung des Heimatschutzministeriums. Nach Beurteilung der Sicherheitsrisiken habe Johnson die US-Verkehrssicherheitsbehörde damit beauftragt, die verschärften Vorkehrungen an den ausländischen Flughäfen durchzusetzen.

Der britische Vizeregierungschef Nick Clegg sagte im Fernsehsender ITV, wenn es "glaubwürdige neue Bedrohungen" gebe, müssten weltweit verstärkte Absicherungen des Luftverkehrs erfolgen. Worin die neuen Sicherheitsmaßnahmen bestehen, gab er nicht an. Es sei aber "sehr wichtig, dass wir mit unseren amerikanischen Partnern und auch mit anderen Staaten der Welt zusammenarbeiten", sagte Clegg.

Ein britischer Experte für Sicherheitsfragen an Flughäfen, Philip Baum, sagte dem Fernsehsender Sky News, dass vermutlich mehr Kontrollen nach dem Zufallsprinzip vorgenommen würden. Die Terrorwarnstufe in Großbritannien blieb unverändert auf dem dritthöchsten Niveau.

ono/AFP / AFP