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"Too Much And Never Enough" Trump-Nichte gibt erstes Interview zu neuem Buch und fordert Rücktritt ihres Onkels

Das Buch über Donald Trump von seiner Nichte Mary ist nach einem Rechtsstreit darüber im Handel
Das Buch über Donald Trump von seiner Nichte Mary ist nach einem Rechtsstreit darüber im Handel
© Stephanie Keith
Das Enthüllungsbuch von Donald Trumps Nichte ist nach einem juristischem Tauziehen an diesem Dienstag erschienen. In einem ersten Interview dazu feuert Mary Trump massiv gegen ihren Onkel.

Nach mehreren Gerichtsentscheiden durften Buchläden am Dienstag das Enthüllungswerk der Nichte von US-Präsident Donald Trump zum Verkauf anbieten. Mary Trump selbst sprach noch am selben Tag erstmals mit der Presse über ihr Buch mit der Unterzeile "Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt hervorbrachte". Das exklusive Interview mit ABC News wird am Mittwoch in den Sendungen "World News Tonight With David Muir" und "Good Morning America" ausgestrahlt.

Der Sender veröffentlichte einige Passagen vorab. Darin erinnert sich Mary Trump an einem Besuch bei ihrem Onkel im Oval Office, rund drei Monate nach dessen Inauguration. "Er wirkte bereits gezeichnet von dem Druck ... und ich weiß noch, dass ich dachte 'Er sieht müde aus. Er sieht aus, als wäre das hier nicht, was er sich vorgestellt hat.'" Auf die die Frage, was sie Donald Trump heute sagen wollen würde, wenn sie ins Oval Office käme, antwortet sie schlicht: "Tritt zurück!" 

Donald Trumps Vater sei ein "Soziopath" gewesen

In ihrem Buch nennt Mary ihren Großvater Fred, den verstorbenen Vater des US-Präsidenten, einen "Soziopathen". In dem Interview mit ABC News erläutert sie dazu: "Er war unglaublich getrieben auf eine Art und Weise, die andere Leute veränderte. Sogar seine Frau und Kinder wurden zu Schachfiguren, die er für seine Ziele einsetzte", sagt sie. "Es ist unmöglich zu wissen, wie Donald sich unter anderen Bedingungen und mit anderen Eltern entwickelt hätte."

Die promovierte Psychologin hatte erst am Montag die finale Erlaubnis erhalten, ihr Buch zu veröffentlichen. Donald Trumps jüngster Bruder Robert war mit einer Klage gescheitert, in der er sich auf eine Verschwiegenheitsvereinbarung berufen hatte, die Mary angeblich brechen würde. Diese war 2001 im Zuge eines Erbstreits um das Vermögen von Donalds Vater Fred geschlossen worden. Der zuständige Richter schmetterte diese Sichtweise jedoch ab und betonte, die Vereinbarung sei zu vage und wahrscheinlich nur auf die finanziellen Einzelheiten der Vereinbarung anzuwenden. Zudem übertrumpfe das Recht auf Redefreiheit aus dem Ersten Verfassungszusatz die Regelungen aus der Vereinbarung.

Das Weiße Haus beschuldigt Mary Trump nur ihre eigenen finanziellen Interessen mit dem Buch zu verfolgen. Außerdem seien ihr Anschuldigungen gegenüber Donald Trump erfunden.

Quellen: ABC News / USA Today

fin

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